Wanted: Schmierfinken in Isny
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11. Juli 2019
Auch vor der Verschandelung der historischen Stadtmauer machen die Sprayer nicht halt. Bild: VIO

Katzensilhouetten, aber auch Parolen und ein Hakenkreuz – Graffi tis und Schmiereien nehmen in jüngster Zeit in Isny massiv zu. Kaum eine Wand wird verschont. Auch wilde Müllentsorgung und der häufige Mißbrauch des historischen Wehrgangs als Toilette sorgen für Ärger. Damit sich das schnellstmöglich ändert, setzt die Stadtverwaltung jetzt für Hinweise auf die Übeltäter eine Belohnung von 2 000 Euro aus.

Isny– „Die Stadt ist nicht bereit, dieser Entwicklung tatenlos zuzusehen und steht dazu in engem Kontakt mit dem Polizeiposten Isny“, betont Bürgermeister Rainer Magenreuter. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Stadt, und damit alle Bürger, müssen für das Entfernen der Schmierereien und das Einsammeln und Entsorgen der Hinterlassenschaften jährlich viele Tausend Euro aufwenden. Geld, das an anderer Stelle und für wichtige Zwecke fehlt.

Bei den Graffitis muss man von verschiedenen Tätern ausgehen. „Offensichtlich ist den Verursachern nicht bewusst, dass sie eine Straftat begehen. Wenn sie erwischt werden, sind nicht nur die Kosten für die Beseitigung fällig, sondern es droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren – im Fall einer gemeinschädlichen Sachbeschädigung sogar drei Jahre.“, erklärt Ulrich Adler, Leiter des Polizeipostens Isny Ulrich Adler.

Im Fall des Hakenkreuzes am Friedhof St. Joseph ist der Staatsschutz wegen möglicher Rechtsechtremer Hintergründe eingeschaltet worden.

Dass die Bürger Schmierereien nicht immer sehen, liegt daran, dass der Baubetriebshof intensiv damit beschäftigt ist, für Ordnung zu sorgen. „Einheimische und Gäste sollen sich wohlfühlen. Isny ist Tourismusort und dazu gehört zwingend ein sauberes Erscheinungsbild“, sagt der Bürgermeister. Das Entfernen der Graffi tis oder Schmierereien ist allerdings aufwändig und teuer und muss vor allem von Fachfirmen erledigt werden. Das Beseitigen von Müll und Schmutz bindet dagegen viel Arbeitszeit der Bauhofmitarbeiteretriebshof. In der Folge können dort wichtige Aufgaben nicht erledigt werden. Ganz abgesehen davon, dass es nicht zu den Aufgaben von städtischen Mitarbeitern gehören sollte, die Notdurft von anstandslosen Mitmenschen zu beseitigen, so der Stadtchef. Er fordert daher die Isnyer auf, mitzuhelfen, die Verursacher zu schnappen, damit sie für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden können. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Verantwortlichen führen, hat die Stadt Isny für die Graffi tfälle eine Belohnung von 2 000 Euro ausgelobt.

Hinweise – auch zu künftigen Sachbeschädigungen nimmt der Polizeiposten Isny,  07562/976550 oder das städtische Ordnungsamt im Rathaus,  07562/984119, entgegen.

Viola Krauss/pm

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