Wangen wagt‘s allein
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15. März 2018
Erste Schritte im sogenannten sozialen Wohnungsbau ist die Stadt Wangen bereits vor zwei Jahren an der Ecke Südring/Bregenzer Straße mit dem sogenannten „Wangener Weg“ gegangen Foto: vio

Das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ beschäftigt Wangens Bürger und Stadtverwaltung seit rund zwei Jahren intensiver – und nicht nur dort. Nachdem der Vorstoß von OB Michael Lang und Amtzells Bürgermeister Clemens Moll für eine kreiseigene Wohnbaugesellschaft im Kreistag keinen Anklang fand, geht Lang nun zusammen mit dem Gemeinderat eigene Wege: Noch 2018 soll eine städtische Wohnungsbaugesellschaft gegründet werden.

Wangen – „Ich hätte eine große Lösung gerne gesehen“, blickt Lang auf die damalige Entscheidung im Kreisparlament zurück. Gleichzeitig schaut er jetzt zielstrebig nach vorne: Aufgrund des hohen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum sieht der OB die Stadt gefordert und hat daher im Februar die Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft im Gemeinderat angekündigt.

Anteil daran hatte auch die CDU-Fraktion mit ihrem schon im Juli 2017 formulierten Antrag. Darin hatte sie die Stadtverwaltung aufgefordert, ein Konzept sowie Vorschläge einer Rechtsform für eine städtische Wohnungsbaugesellschaft zu erarbeiten. Zudem sollte alternativ eine stärkere finanzielle Beteiligung an der Baugenossenschaft Wangen geprüft werden.

Stimmen Gemeinderat und Regierungspräsidium einer kommunalen Wohnbaugesellschaft zu, könnten die ersten Häuser im kommenden Jahr gebaut werden. Statt eines zunächst angedachten Immobilien-Eigenbetriebs hält Lang eine städtische Wohnbau GmbH für sinnvoller, denn man könnte Synergieeffekte mit der 2017 gegründeten Landesgartenschau-GmbH nutzen: „Die Struktur ist bereits vorhanden, es macht deshalb Sinn, aus eins zwei zu machen.“

Ein weiterer Vorteil wäre eine größere Flexibilität, etwa bei Ausschreibungen. Eine GmbH könnte beispielsweise ein Gebäude komplett an einen Generalunternehmer vergeben, wohingegen eine Stadtverwaltung an öffentliche Vorschriften gebunden ist. Die genaue Strategie der GmbH steht noch nicht fest. Doch was bereits klar ist: Die Vermietung der Gebäude soll dann ganz oder teilweise an die Stadt erfolgen. Die wiederum kann damit „sozialverträglichen Wohnraum“ zur Verfügung stellen.

Neuer Anlauf über GmbH

In Epplings hatte die Wangener Stadtverwaltung im vergangenen Jahr ein Wohnbauprojekt nach dem Vorbild des Gebäudes an der Ecke Bregenzer Straße angedacht. Aus wirtschaftlichen Gründen kam dies bisher nicht zustande. Doch mit einer Wohnbau GmbH könnte hierfür eventuell neuer Anlauf genommen werden.

Viola Krauss

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