Kommt der Wolf schon bald ins Allgäu?

Kommt der Wolf schon bald ins Allgäu?
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich der Wolf auch im Süden der Republik seinen Lebensraum zurückerobert. Foto: Pixabay
20. November 2019

Das Allgäu ist „Wolferwartungsland“. Stefan Kempf ist Förster und Wildtierbeauftragter im Landkreis Ravensburg und beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Wolf. In einem vhs-Vortrag befasst er sich am Dienstag, 26. November um 19.30 Uhr im Bocksaal in Leutkirch mit Fragen, die die erwartbare Rückkehr des größten europäischen Raubtiers in unsere Region aufwerfen.

Leutkirch – „Der Wolf und seine mögliche Rückkehr, sowie der Umgang damit, ist ein hochemotionales Thema“, sagt Stefan Kempf im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. 150 Jahre lang war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Seit 20 Jahren ist er im Nordosten Deutschlands wieder heimisch geworden.

„Es wird nur eine Frage der Zeit sein, wann er sich auch im Süden der Republik seinen ursprünglichen Lebensraum wieder zurückerobern wird –  sofern wir es zulassen“, betont Kempf.Auch das Allgäu ist also „Wolferwartungsland“. Was Naturschützer als großen Erfolg feiern, stellt die Menschen in den Wolfsgebieten vor große Herausforderungen und wirft viele Fragen auf: Ist der Wolf gefährlich? Wie ist seine Lebensweise? Was für einen Einfluss hat er auf die Jagd? Wie kann man Nutztiere am besten vor ihm schützen? Und wie lässt sich ein Zusammenleben von Wolf und Mensch möglichst konfliktarm organisieren?

Stefan Kempf ist in intensivem Kontakt mit Kollegen, in deren Reviere bereits Wölfe leben.  Er wird am Vortragsabend versuchen, einige Antworten auf die vielen Fragen zu finden–und zwar fernab von Polemik, Romantisierung oder Verteufelung. „Ich bin der Meinung, dass der Wolf eine sachliche Auseinandersetzung verdient hat“, betont der Wildtierbeauftragte.

vio

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