Kinder fliegen auf Nistkastenaktion

14. März 2019
Hab meinen Wagen voll geladen mit eifrigen Kindergartenkindern, Eltern und Naturschutzfreunden, die in einer gemeinsamen Aktion rund 70 Nistkästen zwischen Kißlegg und Rötenbach aufgehängt haben Fotos: FEHR

Dass ein sicheres und gemütliches Heim eine gute Basis benötigt, weiß Adelbert Fehr von Berufs wegen nur zu gut. Der Geschäftsführer eines Keller- und Silobaubetriebes in Untertiefental bei Kißlegg hat ein Herz für die heimische Vogelwelt und beobachtet seit Jahren die schwindenden Brutmöglichkeiten. Damit die gefiederten Freunde zwischen Untertiefental und Rötenbach künftig wieder ein sicheres Heim für die Aufzucht ihres Nachwuchses finden, dafür hat Fehr zusammen mit den Kindern und Eltern des Rötenbacher Kindergartens  gesorgt.

95 Nistkästen aus Holzbeton für 20 verschiedene Vogelarten hat der Unternehmer bestellt, 70 hat er an den Kindergarten gegeben, 25 sollten rund um den eigenen Obstgarten aufgehängt werden. Und weil die neuen Nistkästen auch etlichen Vogelgenerationen als Startplatz ins Leben dienen sollen, mussten die Dächer der Brutkästen zuvor noch einen wetterfesten Anstrich bekommen. In einer gemeinsamen Aktion pinselten Eltern und Kinder die Nistkästen also mit ebenfalls von Adelbert Fehr gespendeter Farbe an. „Das haben sie schon vor ein paar Wochen gemacht. Als es jetzt ans Aufhängen ging, waren die Kleinen mit noch größerem Feuereifer dabei“, erzählt er. Mit drei Traktoren und drei Anhängern voller Nistkästen, Leitern und Werkzeug zogen alle los. Vor Ort wurden die Nistkästen auf Anregung von Naturschutzwart Armin Scheffold noch nummeriert und dann sorgfältig entlang des Waldsaums im Bereich Hohgreut aufgehängt. Im September werden die Nistkästen dann gereinigt. „Dann können wir auch gleich sehen, welche gut angenommen worden sind“, so der erfahrene Vogelschützer.

Üblicherweise sind die Kindergartenkinder regelmäßig bei ihrem Grünausflug draußen unterwegs. Doch nachdem die Nistkästen hingen, konnten es drei kleine Vogelfreunde gar nicht erwarten: „Vor ein paar Tagen habe abends Taschenlampenlicht gesehen. Da waren drei Knirpse mit Leiter unterwegs. Sie wollten im Dunkeln schauen, ob schon Vögel eingezogen sind“, erzählt Fehr schmunzelnd. Ebenso wie anderen Neugierigen hat er die Kleinen aber darauf hingewiesen, dass man die Vogelkinderstuben und das Treiben drumherum bis September nur vom Boden aus beobachten soll.

Viola Krauss

Zurück

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzbestimmungen. Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite. Cookies akzeptieren