Isny gemeinsam gestalten

Isny gemeinsam gestalten
Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter blickt positiv ins Jahr. Foto: Stadt Isny
1. Februar 2019

2018 war für Isny ein Jahr mit wichtigen Entscheidungen, die die Weichen für 2019 gestellt haben. WOCHENBLATT-Redakteurin Viola Krauss hat mit Bürgermeister Rainer Magenreuter über die Herausforderungen gesprochen.

Herr Magenreuter, was hat 2018 geprägt?

Bürgermeister Rainer Magenreuter: Es war ein Jahr mit schwierigen, aber für die Zukunft unserer Stadt wichtigen Entscheidungen. Nicht alle sind uns in der Verwaltung und im Gemeinderat leichtgefallen, beispielsweise 35 Millionen Euro für den Schulhausneubau zu genehmigen. Der Marktplatz, der Umbau des Hallgebäudes – auch das sind große Projekte, für die wir die Weichen gestellt haben und die, wie das Schulzentrum, unsere Stadt über Jahrzehnte hinaus prägen werden. 

So viel Geld auszugeben – kann Isny das verkraften?

Die Entscheidungen fielen jeweils zum richtigen Zeitpunkt, weil wir gute Zuschüsse bekommen. Aber natürlich ist es finanziell eine sehr große Herausforderung. Wir mussten die schwierige Entscheidung treffen, die Steuern ab 2019 moderat zu erhöhen. Dank unserer sehr guten Betriebe mit ihren hervorragenden Mitarbeitern haben wir ein gutes Steueraufkommen. Außerdem bekommen wir derzeit in der Tiefzinsphase sehr günstige Kreditkonditionen.

In Isny fehlen, wie nahezu in allen Städten, Wohnungen – was tut die Stadt dagegen?

Auch dafür haben wir 2018 Weichen gestellt. Die Planungen für das Baugebiet Mittelösch sind weit gediehen. Hier soll unter anderem bezahlbarer Wohnraum im Geschosswohnungsbau entstehen, dank der Investitionen von regionalen Firmen. Wir weisen in den Ortschaften Bauplätze aus, wir diskutieren mit dem Landkreis über das Krankenhausareal, im nördlichen Bereich des Stephanuswerks soll eine größere Wohnanlage entstehen und im Herrenbergpark wird gebaut.

Wie geht es mit dem Städtischen Museum, das gerade heimatlos ist, weiter?

Ab 2020 wird das Museum im Schloss zuhause sein. Schon dieses Jahr, am 6. April, wird eine Ausstellung anlässlich des 150. Geburtstags des Isnyer Postkartenmalers Eugen Felle in der Städtischen Galerie im Schloss eröffnet. Im ersten Obergeschoss des Schlosses werden die ersten „Gucklöcher“ ins künftige Museum gezeigt.

Wo sehen Sie 2019 weitere Schwerpunkte? 

Das geht fließend ineinander über. Schulzentrum, Marktplatz, Hallgebäude, Hofstatt und Schloss werden uns weiter beschäftigen. Sehr intensiv sind für Verwaltung und Gemeinderat die Vorbereitungen der Kommunalwahlen am 26. Mai. Mein großer Wunsch für 2019 ist, dass sich viele Leute, gerade auch junge Menschen und Frauen, trauen, zu kandidieren.

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