Ins Rollen gebracht

Ins Rollen gebracht
Derzeit machen Mitarbeiter von Baugrund Süd Probebohrungen an der L333 zwischen Pfleglberg und Primisweiler Foto: Viola Krauss
21. März 2019

Es sind nur 1,5 Kilometer zwischen Primisweiler und Pflegl-berg, aber die haben es auf enger, holpriger Fahrbahn mit Gefälle und etlichen Kurven durchaus in sich. Schon lange steht dort ein Ausbau und der Bau eines Radweges entlang der L 333 an. Jetzt kommt mit Probebohrungen Bewegung in die Planungen. Bis in fünf Jahren könnten Autos und Radler auf einer neuen Fahrbahn rollen. 

Wangen – Die L 333 ist eine Hauptverbindungsachse aus dem Raum Wangen in Richtung Tettnang und Friedrichshafen und entsprechend viel befahren. „Die Planungen laufen schon seit Längerem. Bei den Grundstücksfragen sind wir in engem Kontakt mit den Betroffen und inzwischen entscheidende Schritte vorangekommen“, erklärt Dirk Abel, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Tübingen auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Damit kann die Behörde jetzt in konkretere Planungen einsteigen. Doch bevor der Ausbau des viel befahrenen Streckenabschnitts zwischen dem Wangener Ortsteil Primisweiler und der Grenze zum Bodenseekreis in Angriff genommen wird, werden diese Woche erstmal Probebohrungen gemacht. 

Die sind allerdings nicht zur Sondierung der ausbaufähigen Fläche neben der Straße nötig, sondern um den Boden auf Schadstoffe zu überprüfen. „Aufgrund neuer Grenzwertvorgaben wird geschaut, ob das vor langer Zeit eingebaute teerhaltige Fahrbahnmaterial auf eine Deponie muss oder ob eine Wiederverwendung für die neue Fahrbahn möglich ist“, erklärt Abel. Mitarbeiter der beauftragten Firma Baugründ Süd entnehmen etwa alle 13 Meter auf beiden Straßenseiten eine Probe.  Zwischen 9 und 15 Uhr ist die Landesstraße zeitweise auf eine Fahrspur verengt, weil der Verkehr an der Probebohrungs-Stelle vorbeigeführt werden muss.

Seit 2010 ist der Straßenausbau im Generalverkehrsplan enthalten, die eigentlichen Bauarbeiten  beginnen aber frühestens in drei Jahren, so Abel.

Das Teilstück ist eng, kurvig, hat viel Gefälle und führt durch ein  Waldstück. Immer wieder kommt es dort zu kritischen Verkehrssituationen – zumal auch ein Radweg dort fehlt.

Orientierung an der Trasse

Geplant ist daher nun, den Streckenabschnitt zwischen Pflegelberg und Primisweiler auszubauen und gleichzeitig einen Radweg entlang der Südseite der Straße anzulegen. Dieser soll durch einen 1,75 Meter abgesetzten Seitentrennstreifen von der Fahrbahn entfernt sein. In Pflegelberg wird der von Westen her ankommende Radweg mit einem neuen, von der Brücke abgesetzten, Steg über die Untere Argen geführt.  Die neue Fahrbahn orientiert sich laut Pressesprecher soweit wie möglich an der bestehenden Trasse. In engen Kurven wird zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von der bisherigen Fahrbahn etwas abgewichen. „Ansonsten wird die Kurvencharakteristik der Gesamtstrecke aber grundsätzlich beibehalten“, erläutert Abel. Die Fahrbahn, die derzeit teilweise nur eine Breite von 5,70 Meter hat, soll um rund einen Meter verbreitert werden. Die Asphaltschichten sowie der Unterbau der bestehenden Fahrbahn werden komplett erneuert.

In diesem Sommer werden voraussichtlich die Träger öffentlicher Belange aufgefordert, Stellung zu nehmen. Bevor der Vorentwurf steht, sind danach wasser- und naturschutzrechtliche Genehmigungsverfahren nötig. Erst dann folgt das eigentliche Genehmigungsverfahren. Der  Kostenrahmen für die Maßnahme steht momentan noch nicht fest.

Viola Krauss

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