Hospiz in Leutkirch nimmt langsam Formen an

1. Februar 2019
Hubertus Buck beim Landkreis für den Umbau des ehemaligen Leutkircher Krankenhauses zuständig im künftigen Wohnzimmer des Hospizes Foto: Viola Krauss

Das Hospiz im ehemaligen Leutkircher Krankenhaus nimmt langsam Formen an. Der Umbau läuft derzeit noch. Die Eröffnung der Einrichtung mit acht Betten ist am 1. Juli geplant. Die Leitung des neugeschaffenen Hospizes übernimmt Evelyn Mauch, ihr zur Seite steht Dorothee Braig als Pflegedienstleitung.

Leutkirch – „Menschen möchten in ihrer vertrauten Umgebung Abschied vom Leben nehmen – deshalb ist es wichtig, dass wir ein eigenes Hospiz für den Mittelbereich Leutkirch mit den Nachbarstädten Bad Wurzach, Isny, Aitrach und Aichstetten bekommen“, betont Leutkirchs Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle.  Den Bedarf dafür haben er und weitere Entscheidungsträger gesehen und sind daher 2017 auf die Stiftung St. Elisabeth zugegangen, die das Hospiz künftig betreibt. Benannt wird die Einrichtung nach Ursula Haider (das WOCHENBLATT berichtete). Derzeit werden die letzten Arbeiten am Umbau des zweiten OGs im ehemaligen Krankenhaus Leutkirch erledigt.

Die Stiftung St. Elisabeth mietet die Räume vom Landkreis Ravensburg als Eigentümer des ehemaligen Krankenhauses an. Die Personalplanung sieht laut Pressereferent Christian Metz von der Stiftung St. Elisabeth  rund 20 Personen in Voll- oder Teilzeit für Pflege, Hauswirtschaft und Service vor.

Das künftige Hospiz hat eine „Wohnfläche“ von 640 Quadratmetern. Es stehen nach Fertigstellung acht nach Süden ausgerichtete Einzelzimmer mit einer durchschnittlichen Größe von 20 Quadratmetern, sowie jeweils ein barrierefreies Bad zur Verfügung. Zudem gibt es ein gemeinsames „Wohnzimmer“, sowie ein Bad mit spezieller Pflegebadewanne. Ein „Raum der Stille“ für Andachten und persönliche Gespräche ergänzt das Raumangebot. Zudem finden sich auf demselben Stockwerk die Service- und Personalräume. Erreichbar ist der Hospizbereich über das Treppenhaus und zwei Aufzüge.

Die Baukosten liegen bei rund 1,3 Mio. Euro. Ein Hospiz ist, laut Pressereferent Christian Metz, über die Krankenkassen finanziert, aber nur zu 95 Prozent. Gesetzlich sei es verpflichtet, die restlichen fünf Prozent über Spenden und Kooperationen selbst zu erbringen. Die Leutkircher Bürgerstiftung, die Volksbank Allgäu-Oberschwaben, die Kreissparkasse Ravensburg sowie etliche Leutkircher Betriebe haben das künftige Hospiz bereits finanziell unterstützt.

Getragen wird das Hospiz auch vom Engagement der Bürger aus Leutkirch und Umgebung. Wer sich für ein Ehrenamt dort interessiert, kann sich per Email melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Viola Krauss

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