Echter Ranger gesucht
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13. Juni 2019
Im Naturpark Nagelfluhkette, rund 50 Kilometer von der Adelegg entfernt, ist bereits ein Ranger-Team im Einsatz FOTO: NATURPARK/GRETLER

In der Natur arbeiten, wilde Tiere beobachten und in kakifarbener Uniform im Geländewagen durch grandiose Landschaften in Afrika oder in den USA umherstreifen. So stellen sich viele den Beruf eines Rangers vor. Doch von wegen Afrika oder USA: Jetzt sucht die Stadt Leutkirch für das Schutzgebiet Adelegg einen Ranger.

Leutkirch – Die Zahl der Touristen in der Region nimmt zu – unter anderem auch durch CenterParcs Park Allgäu. Die Stadt Leutkirch möchte daher zusammen mit dem Verein Allgäuer Glasregion Adelegg mit der seit Anfang Juni ausgeschriebenen Ranger-Stelle in dem nahen rund 68 Quadratkilometer großen Landschaftsschutzgebiet auf baden-württembergischer und bayrischer Seite einen naturverträglichen Tourismus entwickeln. .„Anstelle von Verboten soll die Information der Besucher und damit deren Verständnis für den Naturschutz an erster Stelle stehen. Der Ranger soll Vermittler zwischen Mensch und Natur sein, aber auch Ansprechpartner für Land- und Forstwirtschaft, Fördermittel verwalten und Projekte anstoßen“, umreißt Julia Panzram von der Stadt Leutkirch grob die Aufgaben des neuen stätischen Mitarbeiters. Voraussetzung ist ein sogenannter „grüner Beruf“, also Forstwirt, Biologe oder Geograph. Angestellt wird der künftige Ranger oder die Rangerin zu 50 Prozent bei der Stadt Leutkirch und zu 50 Prozent beim Verein Allgäuer Glasregion Adelegg.

„Ich mag meinen Job als Ranger im Naturpark Nagelfl uhkette. Schon als Kind habe ich mich für die heimische Natur und Kultur begeistert, weshalb ich mich entschieden habe, einen naturnahen Beruf zu ergreifen“ sagt Florian Heinl.

Florian Heinl ist seit Anfang 2017 Teil eines dreiköpfi gen Rangerteams im Naturpark Nagelfl uhkette und unterstützt dabei grenzübergreifend neben Besucherlenkung und Bildung auch die Bereiche Tourismus, Alpwirtschaft, Forst und Naturschutz. „Bei Aktivitäten in den Bergen habe ich die einzigartige Naturlandschaft schätzen gelernt. Als Ranger zu arbeiten ist die perfekte Kombination meiner Interessen und Leidenschaften“, beschreibt der 26-Jährige seinen Job als Ranger im 50 Kilometer von der Adelegg entfernten Naturpark.

Offensichtlich sehen auch andere Naturmenschen mit einer „grüner Ausbildung“ die Möglichkeit nun in der Adelegg ihre Interessen und Leidenschaften in einem Job zu vereinen, denn laut Julia Panzram von der Stadt Leutkirch, haben sich schon einige bei der Stadtverwaltung nach der ausgeschriebenen Ranger-Stelle erkundigt.

Viola Krauss

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