Drei Standorte denkbar - Stadt und Landkreis wollen neue Sporthalle bauen

Drei Standorte denkbar - Stadt und Landkreis wollen neue Sporthalle bauen
Die Planvariante 1 wird von Seiten des Landkreises favorisiert, weil sie ein Verbindungsglied mit einem Schulcampus zwischen den beiden kreiseigenen Berufsschulgebäuden wäre Planskizze: Stadt Wangen
5. Dezember 2019

Vor fast 70 Jahren wurde die Sporthalle an der Jahnstraße in Wangen gebaut. Bis heute wird sie für den Schulsport und als Mehrzweckhalle genutzt. Stadt und Landkreis wollen das bisherige stadteigene Gebäude gemeinsam durch einen Neubau ersetzen. Am 9. Dezember diskutiert der Gemeinderat über drei Planvarianten und Standorte. Auch die Bürger sollen ins Boot geholt werden.

WANGEN – „Wir möchten die Bürger schon frühzeitig in die Diskussion einbeziehen, damit Gemeinderat und Stadtverwaltung eine Chance haben, Rückmeldungen von all denen zu bekommen, die sich für das Thema interessieren und sich davon berührt sehen“, betont Oberbürgermeister Michael Lang. Der Neubau spielt im Rahmen des „Gesamtplans Stadtentwicklung und Landesgartenschau 2024“ eine Rolle, zumal damit auch gleich das Gelände neu geordnet werden und eine Schulmensa entstehen soll.

Die Finanzplanung des Landkreises sieht für den Sporthallenbau eine Höhe von 9,15 Millionen Euro vor. Der Kreistags-Ausschuss Bildung und Kultur hat vergangene Woche dem Bau der Sport- und Mehrzweckhalle und einem Architektenwettbewerb zugestimmt. Drei unterschiedliche Planungsvorschläge liegen auf dem Tisch. Laut Stadtverwaltung würden alle drei Varianten denselben Raum bieten als Festplatz fürs Kinderfest und den Rummel.

Variante 1 sieht den Neubau parallel zum Bau der Berufl ichen Schulen und dem Technischen Gymnasium (TG) auf dem jetzigen Parkplatz P1 am Milchpilz vor. Die Jahnstraße soll dort stillgelegt werden, so dass man sich gefahrlos zwischen den Schulgebäuden und der Sporthalle bewegen kann. Zwischen den Kaufmännischen Schulen und dem Wirtschaftsgymnasium auf der einen Seite und den Beruflichen Schulen, mit TG an der Längsseite und der Neuen Sporthalle würde sich so ein Schulcampus ergeben, der als Multifunktions-beziehungsweise Festplatz an der Stelle der alten maroden Sporthalle angelegt werden könnte. Zudem wäre es dort machbar, die für einen Festbetrieb notwendige Infrastruktur mit zu verlegen. Auf dem heutigen P2 am Kanal wäre ein Parkhaus für mindestens 310 Plätze denkbar, so dass der Parkplatzverlust vom P1 ausgeglichen wäre. Bei dieser Variante könnte während der Bauzeit von rund zwei Jahren die Halle weiterhin für den Sport genutzt werden.

Variante 2 sieht den Bau auf dem Gelände des bisherigen Gebäudes vor. Da eine zeitgemäße Dreifachturnhalle breiter werden muss als die heutige Sporthalle ist, würde sie in den Straßenraum der Jahnstraße reichen.Darum müsste diese in Richtung Klosterbergstraße verlegt werden, womit aber dort Parkplätze verloren gingen. Die alte Halle müsste mit Baubeginn weichen, so dass dort zwei Jahre lang kein Sport getrieben werden kann.

Variante 3 sieht die neue Sporthalle etwa parallel zum heutigen Sporthallenstandort auf dem Parkplatz P1 vor. Die wegfallenden Parkplätze würden dabei zwischen Schule und Sporthalle am Standort der heutigen Alten Sporthalle eingefügt. Diese Variante würde es ermöglichen, die Stellplatzzahl zu erhalten und einen Parkplatz mit nachschüssigem Bezahlen einzurichten. Allerdings würde diese Variante bedeuten, dass der gesamte Verkehr nahe an die Schulen heranrücken würde.

Planskizzen zu allen 3 Varianten finden Sie auf www.wochenblatt-online.de/Wangen 

Viola Krauss

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