Bio auf einen Blick
Empfehlung

13. April 2018
Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Produkten sowie die grünen Abgeordneten Maria Heubuch (Europa) und Martin Hahn (Land) stellten in der Sennerei Zurwies den neuen Bio-Einkaufsführer vor. Foto: Viola Krauss

In Supermarktregalen stehen immer mehr Bioprodukte. Doch wo kann man welche regionalen Produkte aus Ökolandbau kaufen? Jede Menge Antworten darauf gibt‘s im neu aufgelegten Bio-Einkaufsführer fürs Allgäu. Der Wegweiser enthält mehr als 500 Adressen für Milchprodukte, Eier, Fleisch, Brot, aber auch für Textilien und fair gehandelte Produkte.

Wangen – „Direktvermarktung war und ist im Ökolandbau ein wichtiger Bestandteil“, sagt Christine Räder, Geschäftsführerin des Bio-Rings Allgäu. Über den alle drei Jahre aktualisierten Einkaufsführer lassen sich Erzeuger und Anbieter von Bioprodukten leicht finden. Es gibt ihn in Papierform (Auflage 20 000 Exemplare), aber auch als pdf zum Herunterladen.

Der Bio-Einkaufsführer im handlichen Taschenformat bezieht sich zwar in der Hauptsache aufs Allgäu, schaut aber auch über den Tellerrand und führt Anbieter im benachbarten Oberschwaben, im Bodensee-Hinterland und im Kreis Biberach auf. Der Wegweiser listet auf 75 anzeigenfinanzierten Seiten unter anderem Hofläden, Sennereien, Lieferdienste, Naturkostläden auf. Aber auch Gärtnereien, Anbieter von Naturtextilien, Bäckereien, Wochenmärkte mit Bioanbietern sowie Angebote für Urlaub auf dem Bauernhof sind in jeweils eigenen Rubriken zu finden. Neu in der Kategorie Gemüseanbau ist die Solidarische Landwirtschaft, sechs gibt es mittlerweile in der Region.

Mehr Käsereien

Mehr Platz im neuen Einkaufsführer brauchen Käsereien und Käseläden, sowie die Naturkostläden. „Die Zahl hat zugenommen,“, freut sich Christine Räder. Leicht gestiegen ist auch die Anzahl der Gärtnereien. „Immer beliebter wird auch der Lieferdienst. Viele Verbraucher schätzen den Komfort, Bioprodukte direkt nach Hause geliefert zu bekommen,“ hat die Geschäftsführerin des Bio-Rings Allgäu beobachtet. Nach ihrer Aussage entwickeln sich auch die Weltläden ganz gut, häufig wurde das Angebot im Bereich „Faire Kleidung“ erweitert.

„Besonders auffällig ist der Zuwachs in der Außerhaus-Verpflegung. Immer mehr Bioläden bieten einen Mittagstisch an. Mit innovativen Konzepten wachsen auch Bio-Restaurants und Bio-Hotels langsam, aber stetig.

Philipp Oechsle betreibt in Willaz bei Argenbühl-Eisenharz einen Biohof. Die Heumilch seiner Kühe liefert er wie weitere fünf Biolandwirte an die Käsküche Isny, die daraus eine große Vielfalt bereits mehrfach prämierter Käsesorten macht. Darüber hinaus bietet Oechsle auf rund 1 000 Quadratmetern Gemüse zum selbst ernten an. „Die Leute können sich sieben Tage die Woche im Prinzip rund um die Uhr im Freiland und im Gewächshaus bedienen. Das kommt gut an“, freut sich Philipp Oechsle. Seine Kunden sind aus einem Umkreis von rund zehn Kilometern.

Mehr Infos unter www.bioring-allgaeu.de, dort gibt es den Einkaufsführer als pdf zum Herunterladen. Eine Karte mit allen Angeboten finden Sie unter www.bioeinkauf-allgaeu.de

Viola Krauss

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