B12-Umfahrung in Sicht
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5. April 2018
Täglich rauschen tausende Fahrzeuge durch Großholzleute. Die Planung der Ortsumgehung ist jetzt zwischen 2025 und 2030 vorgesehen. Foto: vio

Aufatmen in Großholzleute: Die Planung der B 12-Umfahrung des Isnyer Ortsteils ist vom Land Baden-Württemberg im Zeitraum von 2025 bis 2030 vorgesehen.

Isny – „Das ist ein Lichtblick sagt Franz Mayer, Ortsvorsteher von Großholzleute. Er weiß wovon er spricht. Der Kommunalpolitiker wohnt seit seiner Kindheit an der vielbefahrenen Bundesstraße. Laut einer offiziellen Verkehrszählung von 2010 fahren in 24 Stunden 900 LKWs und mehr als 10 000 Autos durch den Isnyer Ortsteil. Das Verkehrsaufkommen ist seither keinesfalls weniger geworden.

Zusammen mit Bürgermeister Rainer Magenreuter kehrt Mayer mit dieser durchaus positiven Nachricht von der Verkehrswegekonferenz in Stuttgart heim: Zwar kommt Großholzleute nicht schon im ersten Planungszeitraum zum Zug. Doch die Umfahrung des verkehrsgeplagten Ortes steht nach 2025 auf der Liste des Regierungspräsidiums Tübingen auf einem mittleren Platz. „Man kann das Glas immer als halb voll oder als halb leer sehen. Ich sehe es in unserem Fall bei diesem Listenplatz als halbvoll an“, betont Mayer. Denn die Isnyer haben mit ihrer erhofften Ortsumfahrung durchaus einen Trumpf in der Hand.

Der große Vorteil der B 12- Umfahrung sind laut Bürgermeister Rainer Magenreuter die Kosten, die im Vergleich mit anderen im Verkehrswegeplan aufgeführten Projekten deutlich niedrigerer sind. „Wir könnten zwischenreingeschoben werden“, hofft Isnys Stadtoberhaupt.

„Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass wir weiter vorne liegen. Aber wenn man die Maßnahmen, die landesweit auf der Liste stehen und die jeweiligen Verkehrsverhältnisse betrachtet, kann man mit dieser Einstufung leben“, betonen Bürgermeister und Ortsvorsteher einhellig.„Wenn bis 2030 geplant wird, ist das ein Fortschritt“, betont Ortsvorsteher Franz Mayer. Obwohl die B 12-Umfahrung schon im letzten Bundesverkehrswegeplan in höchster Priorität eingestuft war, habe sich nie etwas getan. „Jetzt haben wir erstmals einen Zeitreitrahmen und die Planung ist absehbar.“

Ein Problem bei der Umsetzung von Straßenbauprojekten, wie die B 12-Umfahrung von Großholzleute, sind beim Land oftmals die fehlenden Kapazitäten für eine Planung. Der Kreis Ravensburg, der Kreis Sigmaringen und der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben haben daher eine Planungsgesellschaft für Straßenbau beschlossen. Es sei angedacht, so Bürgermeister Magenreuter, dass diese Gesellschaft die Planungen übernehmen und dem Land dadurch bei seinem Planungsengpass helfen könnte. Natürlich müsse es dafür klare Regelungen geben und auch über den Kostenersatz diskutiert werden.

Viola Krauss

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