Arbeiten im Allgäu
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23. August 2018
Jobhopperin Annabelle Klage bei einem ihrer Jobchallenge-Stopps im Panoramahotel Oberjoch PR

Ob aus Hamburg, Dresden oder Köln – mehr und mehr Fachkräfte wagen den Sprung in unser wunderschönes Allgäu. Auf dieses Ergebnis kommt jetzt eine allgäuweite Fachkräftestudie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben und der Allgäu GmbH in Zusammenarbeit mit dem Mittelstands-Institut der Hochschule Kempten. Und auch Jobhopper-in Annabelle Klage weiß warum. 

Es war die größte Herausforderung ihres Lebens, auf die sich Annabelle im vergangenen Jahr eingelassen hat – die Jobchallenge Allgäu. Das wiederum bedeutete für die junge Frau, 30 Jobs in 180 Tagen nahe der Alpen zu testen und dabei die attraktivsten Unternehmen und das Lebensgefühl im Allgäu kennenzulernen. Und das 1 000 Kilometer weit von ihrer Heimat Stralsund entfernt. Entweder ganz oder gar nicht sagte sich die 25-jährige Management-Master-Studentin zu Beginn dieser aufregenden und einmaligen Erfahrung. Also zog sie kurzerhand mit Sack und Pack und Freund im Schlepptau in die Region.Endlich im Allgäu angekommen, „waren die ersten Tage in der neuen Heimat ein Kulturschock der schönsten Art“, schmunzelt Annabelle. „Von neuen Vokabeln wie Semmeln und Schmarrn, über Kühe auf der Straße und Weißwurstfrühstück war alles dabei.“ Da fiel ihr das erste Fazit zum Allgäu nicht schwer: „Hier ist es schön, hier will ich bleiben.“ Was sie vorher nur ahnen konnte, war jetzt plötzlich Realität. Und das ultimative Abenteuer im Allgäu konnte starten. Ob als Skilehrer, Bauleiter oder Produktmanager – es gab nichts wovor Jobhopperin Annabelle zurückschreckte. So machte sie unter anderem auch Halt beim renommierten Systemhersteller elobau in Leutkirch. Ein Stopp bei elobauZwischen Joysticks, Schaltern und viel Engagement lernte Annabelle hier, was ein Produktkonstrukteur den lieben langen Tag alles macht und wie das dann alles mit den bekannten Bedienelementen des Unternehmens zusammenkommt. Klingt komplex? „Das war es auch“, sagt die Neu-Allgäuerin. „Ein Produktkonstrukteur entwickelt Ideen, Berechnungen und Fertigungsverfahren, um ein neues Produkt, zum Beispiel Joysticks, Multifunktionsgriffe oder Lenkräder, zu bauen“, erklärt sie weiter. Nach einem Crashkurs im technischen Zeichnen und vielen weiteren spannenden Einblicken in den Beruf sagt Annabelle: „Es war hochspannend zu sehen, wie bei elobau aus einer Idee eine Zeichnung und zu guter Letzt, tatsächlich ein Produkt zum Anfassen wird.“ Ganz schön cool fand sie übrigens auch, dass hier Sport genauso zur Tagesordnung gehört wie die große Vision des Unternehmens, eines Tages energieautark zu sein und Nachhaltigkeit nicht nur großgeschrieben, sondern ganzheitlich betrachtet wird.Doch nicht nur der Stopp bei elobau sollte Annabelle nachhaltig beeindrucken. Auch das Hineinschnuppern in Unternehmen wie Krumbach, die Allgäuer Werkstätten, Geiger oder dem Allgäu Airport hat die Studentin in einem bestätigt: Ihr Bauchgefühl vom ersten Tag war absolut richtig. Und Annabelle beendete die Jobchallenge mit einem positiven Schlussfazit: „Hier will ich bleiben, denn hier denken Arbeitgeber ganzheitlich, hier sind Kollegen Freunde und hier steht der Mensch im Mittelpunkt.“ Neue Heimat, neues LebenUnd noch etwas hat das Abenteuer im Allgäu Annabelle gelehrt: „Vor der Jobchallenge habe ich einiges im täglichen Leben für selbstverständlich gehalten und nicht weiter hinterfragt. Währenddessen wurde ich für die Geschichten, die hinter jedem Menschen und jedem Gegenstand stehen, sensibilisiert. Ich glaube, ich werde Dinge nie wieder mit den gleichen Augen sehen können, zum Beispiel weil mir bei der Frage ‚woher kommt der Strom‘ die Antwort ‚aus der Steckdose‘ nie mehr reichen würde. Ich möchte es genau wissen. Ich würde mir wünschen, dass jeder Mensch so eine Erfahrung wie die Jobchallenge machen dürfte. Die verändert dich und zwar nicht nur auf die beruflichen Ziele und Erfahrungen bezogen, sondern vor allem in Bezug auf dich selbst, deine Stärken und Schwächen und irgendwie das große Ganze. Gleichzeitig hat meine Liebe für Käsebrot im Allgäu neue Dimensionen angenommen und mir wurde bewusst, dass hier ganz schön viele Nicht-Allgäuer ihr Glück gefunden haben – zum Beispiel fließend hessisch sprechende Köche auf urallgäuerischen Skihütten.“ Nach der Jobchallenge ging es für Annabelle erst einmal wieder zurück an die Uni nach Stralsund. Aber wer weiß, nach so vielen positiven Eindrücken zieht es die 25-jährige bestimmt einmal wieder zurück ins schöne Allgäu.Eindrücke, die auch eine aktuelle Fachkräftestudie der IHK und der Allgäu GmbH bestätigt. Hierfür wurden von März bis Juni 2018 insgesamt 103 Arbeitnehmer stichprobenartig befragt, die in den letzten Jahren ihren Lebensmittelpunkt in die Region verlagert haben. Auf die Frage, ob sie diese Veränderung bereuen, sind sich alle einig: 96 % der Befragten fühlen sich in der Region rundum wohl, 75 % davon würden sich sogar wieder für denselben Arbeitsplatz im Allgäu entscheiden. Ein wichtiger Punkt für den Jobwechsel und das Leben im neuen Umfeld war für mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer die Sicherheit des Arbeitsplatzes, aber auch der Ruf des Unternehmens hatte einen enormen Anteil daran. Wohingegen der bessere Verdienst nur für ein Drittel der Arbeitnehmer ausschlaggebend war. Ergebnisse, die Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, nicht überraschen. „Im Allgäu sind regionale Projekte mit Blick auf die Arbeitgebermarke, wie der jährliche Wettbewerb ‚Bester Arbeitgeber Allgäu‘ oder die Initiative ‚AzubiTop Hotels‘ bereits etabliert und werden weiter an Bedeutung gewinnen.“ Doch der Job alleine macht den Wohlfühlfaktor in der neuen Heimat noch nicht komplett. Die Zugezogenen schätzen besonders die herrliche Natur, die vielseitige Landschaft und die bodenständig, traditionelle Lebensweise, die – aus Sicht der Befragten – zu einer hohen Lebensqualität beiträgt. Starke ArbeitgebermarkeDie Ergebnisse der Fachkräftestudie und auch Annabelles Erfahrungen sind nun Anhaltspunkte, auf welche die Allgäu GmbH im Bereich Fachkräftemarketing zukünftig aufbauen und dieses weiterentwickeln will, um die Attraktivität der Allgäuer Arbeitgeber deutschlandweit noch bewusster zu machen. Speziell ins Augenmerk genommen werden soll dabei neben den Hauptstädten in Baden-Württemberg und Bayern vor allem Nordrhein-Westfalen, da hier der Großteil der Befragten vor ihrem Umzug ins Allgäu lebten. Und auch was die Altersstruktur betrifft ist gibt es einen großen Spielraum, denn die Studie hat bewiesen, dass nicht nur junge Fachkräfte wie Annabelle von unseren Arbeitgebern angetan sind, auch Arbeitnehmer im Alter 45+ stehen einem Umzug in den Süden offen gegenüber. E. Heine/pm

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