Alternativ unterwegs
Empfehlung

19. Juli 2018
Johann Kempter (li.) ist einer der zahlreichen Erdgas-Autofahrer aus der Region. Mit auf dem Bild: Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg (hinten), Carmen Löscher und Marcus Mohr (re.) von der Thüga Energie. Foto: Thüga Energie

Die steigende Nachfrage an den Erdgastankstellen in Allgäu-Oberschwaben zeigt: Erdgasfahrzeuge liegen in der Region voll im Trend. Und infolge eines Förderprogramms der Thüga Energie ziehen immer mehr Bürger in Sachen umweltschonende Mobilität nach.

Wangen/Bad Waldsee – Das Elektrofahrzeuge nicht nur eine umweltschonende Alternative zu Benzin- und Diesel-Fahrzeugen sind, sondern auch das Fortbewegungsmittel der Zukunft, zeigen die aktuellen Absatzzahlen der Erdgas-Tankstellen in der Region.

So wurde 2017 an der Avia-Tankstelle in Bad Waldsee ungefähr 15,5 Prozent mehr Erdgas getankt als noch im Jahr zuvor. Und auch bei der BTF-Tankstelle in Wangen betrug das Plus rund 2,5 Prozent. 2018 rechnet die Thüga Energie ebenfalls mit guten Zahlen, denn das Interesse an Erdgasfahrzeugen nimmt stetig zu.

„Auch Erdgasfahrzeugen gehört die Zukunft“, ist sich Regiocenter-Leiter Marcus Mohr von der Thüga Energie sicher. „Gemeinsam mit Elektroautos können sie die Verkehrswende anführen und unseren Straßenverkehr sauberer machen.“

Davon ist auch Johann Kempter aus Isny überzeugt. Der Rentner hat im Juni seinen neuen VW Golf TGI abgeholt und dafür vom regionalen Energieversorger eine Förderung in Höhe von 1 000 Euro erhalten.

„Ich tanke jetzt Bio-Erdgas von der Thüga Energie“, erklärt Kempter überzeugt. „Bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die verwendete Biomasse zuvor aufgenommen hat.“ Kempter ist über seinen neuen Erdgas-Golf sehr erfreut. Dieser ersetzt einen älteren VW, der auf Flüssiggas umgerüstet worden war. „Ich bin sehr zufrieden und es macht einfach Spaß, das Erdgasauto zu fahren und zu wissen, man tut etwas für die Umwelt.“Bisher betreibt die Thüga Energie an den Standorten Wangen und Bad Waldsee zwei Erdgas-Tankstellen in Allgäu-Oberschwaben. Mit der 2017 getankten Menge können nach Berechnungen des Energieversorgers circa 3,8 Millionen Kilometer gefahren werden. „Jeder einzelne entlastet die Umwelt“, betont Mohr. Denn der Stickoxid-Ausstoß wird gegenüber Diesel um mehr als 90 Prozent gesenkt und Feinstaub nahezu ganz vermieden. Die CO2-Emissionen können sogar um bis zu 97 Prozent gegenüber Benzin gesenkt werden, weil die Thüga Energie an den Erdgas-Stationen ausschließlich regenerativ erzeugtes Bio-Erdgas anbietet. Dadurch wurden 2017 in der Region rund 500 Tonnen CO2 eingespart. Das freut auch Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur in Ravensburg: „Wir setzen auch auf vier Firmenfahrzeuge, die mit Erdgas betrieben werden und begrüßen es, dass die Absatzzahlen an Erdgas-Tankstellen steigen.“ Der Klimaschutz und die lokale Luftqualität könne davon nur profitieren.

„Wer hier tankt, setzt auf einen umweltschonenden und günstigen Kraftstoff, der zudem aus der Region stammt“, unterstreicht Regiocenter-Leiter Marcus Mohr. Das Bio-Erdgas stammt aus der Aufbereitungsanlage der Thüga Energie in Kißlegg und wird aus Speiseresten gewonnen, die zu Biogas verarbeitet und anschließend auf Erdgasqualität aufbereitet werden. Genau darin sieht Johann Kempter einen großen Vorteil bei seinem neuen Erdgasauto. Er tankt an der Erdgas-Station bei der BTF in Wangen 100 Prozent Bio-Erdgas. Damit ist er nahezu klimaneutral unterwegs und kommt im reinen Erdgasmodus bis zu 400 Kilometer weit. Sollte er einmal nicht rechtzeitig nachtanken, schaltet der Motor automatisch auf Benzinbetrieb um.Das Umschalten auf Benzin will Kempter aber vermeiden. Denn solange er Erdgas nutzt, profitiert er von sehr niedrigen Tankkosten, die etwa nur halb so hoch sind wie bei Benzin. Möglich macht das die Steuer-ermäßigung auf Erdgas als Kraftstoff, die bis 2026 gilt. Der Preis für Erdgas als Kraftstoff wird ebenfalls an der Preistafel der Tankstelle angegeben – allerdings in Kilogramm. Um ihn also mit dem Benzinpreis vergleichen zu können, muss ein wenig gerechnet werden. Denn in einem Kilogramm Erdgas steckt soviel Energie wie in 1,5 Litern Benzin.

Und auch mit der Diskussion um den Diesel ist das Interesse an Erdgasfahrzeugen wieder gestiegen. So ist zu beobachten, dass die Neuzulassungszahlen seit dem Sommer 2017 kontinuierlich anziehen und zwischenzeitlich bei mehr als 1 000 Stück pro Monat liegen. Das macht auch der Jahresvergleich deutlich: Im ersten Quartal 2018 wurden fünfmal so viele Erdgasfahrzeuge neu zugelassen wie im Vorjahr. Hinzu kommen eine wachsende Modellauswahl und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Darüber hinaus bietet die Thüga Energie ihren Kunden eine finanzielle Förderung beim Kauf eines Erdgasfahrzeugs an. Mehr dazu unter www.thuega-energie.de eh/pr

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