Als Käsekönigin das Image der Landwirtschaft verbessern

Als Käsekönigin das Image der Landwirtschaft verbessern
Fabienne Kerler (re.) heißt die neue Käsekönigin. Vorgängerin Yvonne Yvonne Keck gratulierte zur Wahl FOTO: JÄGER
28. November 2019

REGION – Mittelalten Bergkäse isst sie am liebsten. Eine Schwäche für das Milchprodukt aus dem Allgäu hatte Fabienne Kerler schon immer – nicht zuletzt, weil sie von einem Hof aus Amtzell stammt und Großvater Bendedikt Kerler früher im Vorstand der Emmentalerkäserei Leupolz war. Nach ihrer Krönung zur neuen Käsekönigin, am 6. Dezember bei der Mitgliederversammlung des Bauernverbandes in Gaisbeuren, macht sich die 20jährige Studentin der Agrarbiologie aber natürlich nicht nur für diese Käsesorte stark.

Fast noch wichtiger ist der frischgewählten Majestät aber, dass sie mit dem Amt auch für die Landwirtschaft der Region steht. „Zur Zeit ist diese in den Medien – und leider nicht immer positiv. Ich möchte dazu beitragen, dass der Verbraucher weiß, wie Landwirtschaft funktioniert und wie die Zusammenhänge sind. Für die meisten sind die Notwendigkeiten und Herausforderungen der Erzeuger für eine artgerechte Tierhaltung und für ein qualitativ hochwertiges Produkt viel zu wenig greifbar.“

Demnächst schließt Fabienne Kerler ihr Studium an der Uni Hohenheim ab und wird nach Amtzell zurückkehren, um im September 2020 an der staatlichen milchwirtschaftlichen Lehr- und Forschungsanstalt in Wangen eine Ausbildung im Fach milchwirtschaftliche Laborantin zu beginnen. Ganz kurzfristig, vor circa drei Wochen, sei sie gefragt worden, ob sie nicht Lust hätte für das Amt der Käsekönigin anzutreten.

„Da hab ich nicht lange überlegt“, erklärt sie. Etwas enttäuscht sei sie gewesen, dass sie die einzige Kandidatin war. „Eine richtige Wahl mit Auswahlmöglichkeit wäre mir lieber gewesen“, sagt sie. Dennoch sei sie froh, dass sie das Amt nun ausüben und mit Leben füllen darf – und eben auch ein wenig mit ihrer „Mission“ zur Verbesserung des Images der Landwirtschaft in der Gesellschaft beitragen kann. Dafür will die neue Majestät gerne unterwegs sein.

Viola Krauss

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