Zwischen Vorfreude und schlechtem Fazit

16. Mai 2019
Juliane Schmieder, OB Michael Beck, Lucia Faller, Esther Messner und Hans-Peter Jahnel freuen sich auf die Ausstellung „70 Jahre Grundgesetz“, die ab dem 22. Mai im Foyer des Rathauses läuft. Foto: Sven Krause

Besprechungsmarathon beim OB Michael Beck mit zwei Themen, bei denen die emotionale und sachliche Grundhaltung des Stadtoberhauptes und seiner Mitarbeiter aus der Verwaltung kaum unterschiedlicher sein könnten. Während große Vorfreude im Vorfeld der Ausstellung „70 Jahre Grundgesetz“ herrscht, bleibt nach knapp drei Jahren Projektarbeit „Lena“ vor allem Ernüchterung übrig.

Tuttlingen – Den Auftakt machten die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Tuttlingen Lucia Faller, die Leiterin des Frauenhauses Juliane Schmieder, Esther Messner vom Kreisverband der Landfrauen und Hans-Peter Jahnel von der VHS stellten die Ausstellung „70 Jahre Grundgesetzt“, die sich ab dem 22. Mai im Foyer des Rathauses thematisch vor allem mit den vier Müttern des Grundgesetzes und der Gleichstellung beschäftigt, vor. So geht es vor allem um das Leben und das Wirken von Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel, die in einer Zeit, in der das Frauenbild sehr archaisch war, für die Rechte der Frauen eintraten und erste fundamentale Erfolge errangen. OB Michael Beck blickte voraus: „Ich habe den größten Respekt vor diesem Quartett und ihrer Leistung und bin sehr gespannt mehr über sie und ihr Wirken zu erfahren.“

So positiv die Stimmung im ersten Teil des OB-Termins war, so sehr kippte sie im zweiten Teil. Es ging darum, nach zwei Jahren „Lena“ ein Fazit zu ziehen. Als Mitglied des Landschaftsparks Junge Donau (LPJD) beteiligte sich Tuttlingen an „Lena“. In Zusammenarbeit mit Bulgarien, Rumänien und Slowenien ging es um Projekte zur nachhaltigen Mobilität und zum Fluss von technischem Know-how aus Tuttlingen nach Osteuropa. Das Fazit von Beck war ernüchternd: „Wir haben hunderte Arbeitsstunden, mehrere Reisen ins europäische Ausland und viel Geduld und Ideen investiert. Hängen geblieben ist de facto eine E-Bike-Ladestation im Wert von 7 500 Euro. Das kann nicht sein. Daher entwickeln wir die E-Mobilität und das Projekt jetzt alleine weiter.“

Sven Krause

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