Zukunftstour Handwerk in Tuttlingen - In acht Stunden intensiv in vier Berufssparten eingetaucht
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14. November 2018
Erschöpf aber zufrieden zogen Arbeitgeber, Schüler und Organisatoren in der BBT ein positives Fazit. Foto: BBT

Sechs Schulen, vier Handwerksbetriebe, eine Erwachsenenbildungsstätte mit der BBT und die Agentur für Arbeit – alle zusammen sorgten dafür, dass die Premiere der „Zukunftstour Handwerk“ ein Erfolg wurde.

Tuttlingen – Hinter dieser leicht sperrigen Formulierung verbirgt sich ein Projekt, das Potenzial hat, um in Tuttlingen zu einem echten Klassiker zu werden und am Ende nur Gewinner haben könnte. Ganz genau geht es darum, dass ausgewählte Schüler von sechs Schulen (Ferdinand von Steinbeis, Hermann Hesse Realschule, Konzenbergschule, Ludwig Uhland Realschule, Wilhelmschule und Schillerschule) an einem Tag aktuell noch vier verschiedene Handwerksfirmen besuchen, dort gut 90 Minuten reinschnuppern und dann ins nächste Unternehmen gefahren werden.

Die Idee, die dahinter steckt, ist so einfach wie fast schon genial. Mann bringe Schüler aus der 8. und 9. Klasse kurz vor ihrem verpflichtenden Schülerpraktikum mit Inhabern von Handwerksfirmen zusammen, die dringend auf der Suche nach Auszubildenden und potenziellen Gesellen und Meistern von Morgen sind. Vor Ort können sich beide Seiten beschnuppern, die Schüler entdecken vielleicht einen Beruf für sich, an den sie bisher noch nicht gedacht haben, bewerben sich, und am Ende haben beide Seiten etwas davon.

So lief es dann auch während der ersten „Zukunftstour Handwerk“ in Tuttlingen. Als Schnupperstationen dabei war der Elektrobetrieb PARtut, die Schreinerei und Einrichtungsbetriebe Strohm, Bodmer Bad & Heizung und der Stuckateurbetrieb Hohner. Für alle Beteiligten war es ein Abenteuer, das sich am Ende aber durchaus gelohnt hat. So zumindest das Fazit, das Klemens Strohm stellvertretend für die beteiligten Unternehmer zog: „Wir müssen sicherlich noch an ein paar Details feilen. Gruppengröße, Abläufe, Pausenlänge und so weiter. Aber grundsätzlich war es ein tolles Miteinander. Viele Schüler haben sich eingebracht und uns gezeigt, dass sie wirklich interessiert sind.“

Ein ähnlich positive Rückmeldung bekamen auch die Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, die die Tour mitorganisierten und begleiteten. Als der Tag zu Ende ging, kamen Cem und Murat aus der Wilhelmschule. „Vielen Dank für diese tolle Chance. Es war zwar ein langer Tag, aber er hat uns sehr viel Spaß gemacht, und wir haben zwei, drei neue Berufsziele für uns entdeckt. Das ist wirklich toll.“

Angesichts dieser beiden Résumés war es dann auch nicht verwunderlich, dass auch Norbert Bihler, Teamleiter beim Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit, ähnlich positiv gestimmt war,

„Die Zusammenarbeit zwischen Beruflicher Bildungsstätte Tuttlingen, der Handwerkskammer, den beteiligten vier Betrieben, den Schulen und der Arbeitsagentur klappte von Beginn an hervorragend und reibungslos. Alle Beteiligten waren vom Erfolg des Projekts überzeugt. Auch sprachen sich alle Projektbeteiligten für eine Fortsetzung des Projektes aus. Das freut uns natürlich sehr, dass es so gut lief“, so sein Fazit nach einem langen Tag.

So soll es im Oktober 2019 die zweite Auflage der „Zukunftstour Handwerk“ geben. Dann mit mehr Betrieben, ein paar kleinen Änderungen im Tagesablauf, aber mit der gleichen erfolgsversprechenden Idee.

S. Krause

 

Projekt Zukunftstour Handwerk 2018 Strohm Einrichtungen 1

Projekt Zukunftstour Handwerk 2018 HOHNER Stuckateurbetrieb

Projekt Zukunftstour Handwerk 2018 PARTUT PARTUT Elektromeisterbetrieb

Projekt Zukunftstour Handwerk 2018 BODMER bad und Heizung 3

Gleich ob bei PARtut, im Stuckateurbetrieb Hohner, bei Bodmer oder auch in der Schreinerei Strohm – die Schüler lernten eine Menge an diesem Tag.

FOTOS: BA

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