„Wir wollen Spaß leben“

„Wir wollen Spaß leben“
Leo Leoni, der Mann mit der unverwechselbaren Gitarre, plauderte mit dem WOCHENBLATT über seine Karriere, die Gründung von „Coreleoni“ und auf was für eine Playlist sich die Fans freuen können. FOTO: CORELEONI
28. November 2019

Leo Leoni ist nicht nur in der Schweiz ein Superstar, sondern hat mit seinen musikalischen Projekten „Gotthard“ und „Coreleoni“ auch in Tuttlingen viele Fans. Vor dem Konzert mit „Coreleoni“ am Freitag in der Stadthalle sprach er mit dem WOCHENBLATT.

Was verbirgt sich hinter dem Projekt „ Core Leoni“ ?

Leo Leoni: Die Band wurde gegründet vor zwei Jahren. Es startete als Projekt, um einen „Vintage modern“ Rock‘n‘Roll Sound zu etablieren und mit alten Gotthard-Songs Spaß zu haben und diese weiter auf die Bühnen zu bringen. Vor allem Songs des Debütalbums wie „Downtown“, „Firedance“ oder „Here Comes the Heat“ wollten wir zu neuer Geltung bringen, da diese von Gotthard nur noch selten live gespielt wurden.

Was macht „Coreleoni“ für Sie so besonders?

Das wir zusammen Spaß haben und alle den gleichen musikalischen Weg gehen wollen. Das machst es jedes Mal wenn wir zusammen sind so besonders. Uns war allen klar, dass wir die alten Songs von Gotthard wiederbeleben wollen, denn viele Fans haben sich diese besonderen Arrangements immer wieder gewünscht. Doch mit Gotthard sind wir einen anderen Weg gegangen, haben uns entwickelt und da hatten diese tollen Stücke aus der Anfangszeit keinen Raum mehr. Umso wichtiger ist es mir jetzt, dass ich mit Coreleoni einen Raum gefunden haben, um diesen Songs und dem damit verbundenen Lebensgefühl Raum zu geben.

Auf was können sich die Fans in Tuttlingen freuen?

Leo Leoni: Auf eine tolle Mischung von Gotthard-Songs, die wir in unserer ganz eigenen Coreleoni-Art spielen werden. Dabei haben wir auf der Bühne einen Riesenspaß und den wollen wir zu den Zuschauern rüber transportieren und die Energie, die sich dabei entwickelt aufnehmen und verstärkt wieder zurück geben.

Läuft von der „Playlist“ jedes Konzert gleich ab oder werden regionale Anpassungen vorgenommen?

Wir eröffnen eigentlich immer mit denselben zwei Songs. Und natürlich haben wir einen Ablauf im Kopf und einen Plan für das Konzert. Darüber haben wir uns ja bei den Proben lange genug Gedanken gemacht. Doch letztlich ist es immer ein LiveKonzert und jedes Publikum reagiert anders. Daher reagieren wir natürlich immer wieder auch darauf.

Haben Sie selber einen Lieblingssong unter den Stücken, mit denen Sie aktuell mit „Coreleoni“ unterwegs sind und wenn ja welchen und warum?

Eigentlich liebe ich sie alle. Deswegen spielen wir sie ja. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann wären das zum einen „Traveling Man“, den wir 1994 entwickelt haben und der der Headliner und Namensgeber zur damaligen Tour war. Und daran erinnere ich mich sehr gerne. Dieses Lebensgefühl damals war besonders.

Wie läuft der Konzerttag am 29. November ab? Wann und wie beginnt er – Aufstehen, Soundchek, um nur ein paar Stichworte zu geben?

Das ist immer unterschiedlich. Je nachdem von wo wir kommen werden. Übernachten wir, dann startet der Tag meist gegen 9 Uhr mit ein paar richtig starken Kaffee, um Körper und Geist in Schwung zu kommen Dann sprechen wir den Tag durch, das Catering, den Soundcheck und danach läuft er dann ab. Für mich ist es immer noch ein ganz besonderes Gefühl mit den Jungs im Tourbus zu sein. Wenn ich in diesen Bus gehe, dann fühle ich mich, als wenn wir in Urlaub fahren und Musik machen dürfen. Das hat eine ganz besondere Magie. Auch wenn Sie mit „Core Leoni“ nach Tuttlingen kommen, ohne eine paar Fragen zu „Gotthard“ geht es nicht.

Was sind Ihre schönste Erinnerungen an die Anfänge?

Das waren viele großartige Momente. Das ist jetzt fast 30 Jahre her, alle die Konzerte von kleinen Klubs in der Schweiz bis hin zu den großen Stadien. Viele wundervolle Momente, aber auch ein paar traurige, die mich alle geprägt haben. Da will ich keine bestimmte Momente herausgreifen. Und Tuttlingen ist für mich wie ein Heimspiel, hier haben wir immer eine besondere Stimmung erleben dürfen.

Was hat sich mit dem neuen Sänger Nic Maeder verändert?

Es ist ein wenig so, wie wenn du privat eine neue Beziehung eingehst. Nic macht einen großartigen Job, aber er macht Dinge natürlich anders als wir es viele Jahrzehnte gemacht haben. Aber wir werden alle älter und wir gehen die Dinge entspannter an, machen uns nicht mehr diesen Stress.

Wie geht es mit Gotthard weiter?

Wir sind gerade im Studio fertig geworden und im Frühjahr kommt das neue Album raus und ab April sind wir auf Tour.

 

Sven Krause

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