Weihnachten im digitalen Zeitalter

14. Dezember 2017
Foto: pixabay

Mama, Papa und Kinder stehen um den Weihnachtsbaum,Zwei Mal klatschen und die Lichterkette erhellt den Raum.Es klopft an der Türe und da steht:Oma – der der Schnee noch in den Haaren klebt.In der Hand hält sie vier große Pakete,Noch nicht eingepackt – weil sich Amazon verspätete.Denn auch die Oma hat bestellt,Per Handy-App für wenig Aufwand und Geld.

Schon fangen die Kinder zu jammern an:„Mama, wann dürfen wir an die Geschenke ran?“„Eine Kleinigkeit darf nicht fehlen, das muss sein“,Sagt die Mutter und schaltet den Fernseher ein.

Kurz flackert der Bildschirm und es erscheint:Tante Herta, die zur WeihnachtszeitIn die Karibik flog und jetzt anruft per Skype:„Hallo ihr Lieben, ist es bei euch schon so weit?“

Endlich fängt die Bescherung an,Der jüngste Sohn darf als erstes ran:Und Überraschung – siehe da:Es ist die Drohne mit Videobildkamera!

Für die Tochter gibt‘s ein kleines Gerät,das Bücher aus dem Internet herunterlädt.Das ist praktisch und handlich und auch nicht so schwer –Der Geruch eines neuen Buches interessiert keinen mehr. Jetzt aber schnell – es ist schon sieben!Aber warte! Wo ist das Essen geblieben?„Alexa, wann kommt der Braten an?“„Lieferando ist unterwegs, dauert nicht mehr lang!“

Kurz darauf klingelt es an der Tür:„Ihre Gans, mit Knödeln und Kraut – hier!“Nun wird gegessen, gelacht und geweint,Kurz ist alles wie zur früheren Zeit.

Doch diese Stimmung dauert nicht lang,Schon kommt die Tochter mit dem Selfie-Stick an:„Wartet noch, kommt bitte alle zusamm,Es fehlt ein Bild für Snapchat und Instagram.“Denn jedes Kind kennt die wichtigste Regel:Was nicht gepostet wurde, ist nicht geschehen.joy

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