Weichen stellen

19. Dezember 2018
OB Michael Beck: „Ich bin froh, dass es in Tuttlingen das Wochenblatt gibt. Als Anzeigenblatt mit einem hohen journalistischen Anspruch bietet es interessanten Lesestoff und trägt so zur Meinungsvielfalt in unserer Stadt bei.“ Foto: PR

Die Zeit zwischen den Jahren. Auch eine Phase der Ruhe für das Stadtoberhaupt. Dennoch hat sich OB Michael Beck aus Tuttlingen die Zeit genommen, um auf 2018 zurückzublicken und auf 2019 vorauszublicken.

Wenn Sie auf 2018 zurückblicken, auf welches Projekt, auf welche gelungene Umsetzung welches Vorhaben sind Sie besonders stolz?

2018 ist es uns gelungen, sämtliche Flächen für DonauTech aufzukaufen, wir können jetzt mit diesem lang erwarteten und dringend benötigten Gewerbegebiet starten. Mit Möhringen haben wir eine gute Einigung gefunden, die Ortsentwicklung läuft ja auch bereits an. Dass wir dieses Projekt nun gemeinsam starten, hätte ich selber noch vor wenigen Jahren nicht zu hoffen gewagt.

Was lief aus Ihrer Sicht nicht so rund, wo muss eventuell noch nachgebessert werden?

Die Diskussion um die Donau hat auch 2018 viele Nerven gekostet, und dass wir jetzt den Klageweg beschreiten müssen, macht mich nicht glücklich. Im Interesse der Stadt sehe ich aber keinen anderen Weg. Sehr schade fand ich auch, dass wir bei der Landesgartenschau-Bewerbung nicht den erwünschten Erfolg hatten. Ich bedaure auch, dass diese Entscheidung ein Stückweit politisch motiviert war – sprich: Dass unsere Haltung zum Donauaufstau hier offenbar über Sachargumente gestellt wurde. Ich denke, dass es daher eine richtige Entscheidung war, auf eine weitere Bewerbung zu verzichten und statt dessen in eigener Regie die wichtigsten Projekte, zum Beispiel im Bereich der Mobilität, in Angriff zu nehmen.

Blick voraus auf 2019. Was sind die wichtigsten Projekte für die Stadt?

Da gibt es ein paar – und es geht dabei um die zentralen Themen Bildung, Wohnen und Verkehr: Wir starten mit den Vorarbeiten für die Sanierung der Gymnasien – immerhin das größte Projekt in der Stadtgeschichte. Wir investieren hier schließlich über 60 Millionen Euro. Wir erschließen Gänsäcker, damit wir auch in Zukunft unsere Rolle als Weltzentrum der Medizintechnik halten können. Wir schaffen in Thiergarten Platz für dringend benötigten Wohnraum – und zwar auch für bezahlbaren. Hier wird im neuen Jahr auch ein städtisches Förderprogramm auf den Markt kommen. Und dann gibt es die zahlreichen Verkehrsthemen, die auch bei uns immer wichtiger werden – angefangen vom Parkkonzept, das Druck aus der Innenstadt nehmen soll, bis zur Erweiterung unserer Radrouten.

Und was haben Sie sich persönlich vorgenommen?

Die Fülle der Aufgaben mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit anzugehen – und wieder so oft wie möglich mit dem Fahrrad in Tuttlingen unterwegs sein.

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