Waldbrandrisiko so hoch wie selten

Waldbrandrisiko so hoch wie selten
Baumsterben im Domino-Effekt: Aus einem Borkenkäfer-Baum können innerhalb eines Sommers tausende werden Foto: Pixabay
1. August 2019

Extreme Hitze und unaufhaltsame Trockenheit – ganz Deutschland ist in großer Sorge um seine tannengrünen Wälder. Doch wo andernorts dieser Tage vor einer hohen Waldbrandgefahr gewarnt wurde – so musste etwa die Feuerwehr im Landkreis Tuttlingen schon vermehrt wegen brennender Wälder ausrücken – setzt den Ravensburger Wäldern eine andere Bedrohnis schlimm zu, wie das Forstamt Ravensburg dem WOCHENBLATT bestätigte: der Borkenkäfer greift wieder an.

TUTTLINGEN – „Es handelt sich um eine Jahrhundertkatastrophe für die Wälder in Deutschland“, sagt Larissa Schulz-Trieglaff, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände. Mehr zur Situation im Landkreis Tuttlingen. Die anhaltend trockene und warme Witterung führt in der Region zu einer akuten Waldbrandgefahr. Trockene Äste, Laub und Bodenvegetation sind bei unvorsichtigem oder fahrlässigem Umgang mit heißen oder entzündlichen Quellen leicht entfl ammbar. Aus diesem Grund ist die Gefahr eines Waldbrandes in den nächsten Tagen sehr hoch. Das Forstamt des Landkreises Tuttlingen bittet die Bevölkerung daher um erhöhte Vorsicht. 

Feuer sind nur an ausgewiesenen Grillstellen zulässig, müssen besonders beaufsichtigt wer-den und anschließend vollständig gelöscht werden. Rauchen ist im Wald grundsätzlich von März bis Oktober verboten. Die Bürger werden um Mithilfe gebeten, um Waldbrände zu vermeiden.

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes prognostiziert für die kommenden Tage für den Landkreis Tuttlingen die höchsten Stufen 4 und 5. Eine Entspannung tritt nur ein, wenn am Sonntag Niederschlag fällt. Seitens des Kreisbrandmeisters Andreas Narr gibt es folgende fünf Tipps: Werfen Sie keine Zigaretten oder andere brennende Gegenstände in die Natur - erst recht nicht aus dem Fahrzeug! Lassen Sie niemals Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen auf trockenen Feldern oder Wiesen stehen.

Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet. Parken Sie nicht Waldwege zu. Beachten Sie auf jeden Fall das geltende Rauchverbot in Wäldern! Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Halten Sie Löschmittel vor und löschen Sie Grillstellen vor Verlassen sicher ab. Respektieren Sie ausgeschilderte Verbote. Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über den allgemeinen Notruf 112. Hindern Sie Entstehungsbrände durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen.

Sven Krause

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