Tuttlinger leben sicherer denn je

11. April 2019
Die Vertreter des Polizeipräsidiums Tuttlingen bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts 2018. Foto: Polizei

Weiterhin geringste Kriminalitätsbelastung im Land - deutlicher Rückgang der Wohnungseinbrüche auf einen historischen Tiefstand seit 35 Jahren - Anzahl der Straftaten auf dem niedrigsten Stand seit 30 Jahren - Aufklärungsquote an drittbester Stelle in Baden-Württemberg - alle herausragenden Verbrechen aufgeklärt - dafür jedoch Anstieg bei Gewalt gegen Polizeibeamte - leichter Rückgang beim Anteil ausländischer Tatverdächtiger, jedoch nach wie vor auf hohem Niveau. Dennoch hatte der Sicherheitsbericht Kriminalität für 2018 der Vertreter des Polizeipräsidiums Tuttlingen viele positive Aspekte.

Landkreis – Im Verhältnis zur Zahl der Einwohner lässt sich eine Vergleichbarkeit der Kriminalitätsbelastung herleiten. Und diese liegt für den Bereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen mit  3 459 registrierten Straftaten je 100 000 Einwohner nicht nur weit unter dem Landesdurchschnitt (5 191).

Das Polizeipräsidium Tuttlingen weist damit erneut die geringste Kriminalitätsbelastung aller Polizeipräsidien in Baden-Württemberg auf.Das Polizeipräsidium Tuttlingen liegt mit einer Aufklärungsquote von 64,7 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 62,7 Prozent und zudem an drittbester Stelle im Land. Insgesamt konnten von den registrierten 27 502 Straftaten 17 794 Taten aufgeklärt werden. Zudem wurden alle herausragenden Verbrechen - insbesondere gegen das Leben gerichtete Straftaten - wie schon in den vorangegangenen Jahren seit Bestehen des Polizeipräsidiums Tuttlingen, auch im Jahr 2018 zu 100 Prozent aufgeklärt.

Nicht nur dem landesweiten Trend folgend (BW - 15,5 %) nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche im Bereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen im Vergleich zum Vorjahr erheblich ab, sondern unterschritt den Landeswert mit - 25,2 Prozentpunkten auch deutlich. 

Mit einem Rückgang um 67 Fälle auf nunmehr lediglich 199 registrierte Wohnungseinbrüche im Jahr 2018 stellt dieser Wert zudem einen historischen Tiefstand seit 35 Jahren für die fünf Landkreise dar. 

Wegen Mordes wurde im Jahr 2018 in sieben Fällen ermittelt und in zwölf Fällen wegen Totschlags. Bei den Morddelikten handelte es sich um vier versuchte Taten; bei den Totschlagsdelikten  blieb es bei zehn von 12 Taten beim Versuch. Gerade in diesen beiden Deliktsfeldern ist es von entscheidender Bedeutung, innerhalb kürzester Zeit eine personell gut ausgestattete Ermittlungsgruppe oder eine Sonderkommission einrichten zu können.

Sowohl bei den Aggressionsdelikten im öffentlichen Raum als auch bei der Straßenkriminalität hatte das Polizeipräsidium Tuttlingen 2018 leichte Steigerungen zu verzeichnen. Lag bei den Aggressionsdelikten die Steigerung beim Präsidium mit + 1,0 % auf 1.270 Fälle noch wesentlich unter dem Landesschnitt (+ 5,2 %), so musste bei der Straßenkriminalität mit + 3,4 % und 4.473 Fällen und somit einer Steigerung um 147 Fälle ein gegenläufiger Trend im Vergleich zum Landesschnitt Baden-Württemberg (- 6,1 %) registriert werden. Einen erheblichen Anteil bei diesem Deliktsfeld trugen die begangenen Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen (1.656 Fälle) sowie die Diebstahlsdelikte an oder aus Kraftfahrzeugen.

Insgesamt zieht Polizeipräsident Gerhard Regele eine sehr positive Bilanz. Die niedrigste Anzahl verübter Straftaten seit 30 Jahren, ein seit 35 Jahren historisches Tief beim Deliktsbereich Wohnungseinbruch, zudem auch leichte Rückgänge bei Körperverletzungs- und sonstigen Gewaltdelikten zeichnen ein zuversichtliches Bild.  Besonders freut den Polizeipräsidenten: Die traditionell hohe Aufklärungsquote konnte weiterhin gehalten werden.

PM

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