Spaichingen glänzt erstmals in Farbe

18. April 2019
Das Redaktionsteam des Heimatbrief Spaichingen um Herausgeberin Angelika Feldes (M.) und Bürgermeister Hans-Georg Schuhmacher (r.). Foto: Sven Krause

Seit 37 Jahren ist der Heimatbrief eine feste Instanz in Spaichingen. Auch in diesem Jahr erscheint er in einer Auflage von 1 500 Stück. Davon gehen auch traditionell 750 Exemplare an Spaichinger, die es in alle Teile der Bundesrepublik verschlagen hat und 150 gehen gar ins Ausland.

Spaichingen – Die Frau hinter dem Nachschlagewerk, das auf 160 Seiten von Spaichingern für Spaichinger erzählt, was im abgelaufenen Jahr alles so passiert ist, ist Museumsleiterin Angelika Feldes. „Für mich ist das Zusammenstellen der Themen auch immer wieder eine gute Hilfestellung, um daraus auch immer wieder mal Themen für Ausstellungen zu generieren. Da wir inzwischen aber so viele begeisterte und gute Schreiber haben, kommen meine Artikel häufiger mal zu kurz. Das ist aber nicht so schlimm, so habe ich gleich einen Grundstock für die kommende Ausgabe“, erzählt Angelika Feldes.

Trotz seiner 37 Jahre und der ungezählten Geschichten, die in ihm erschienen sind, erlebte der Heimatbrief in diesem Jahr noch eine Premiere – erstmal erschien er komplett in Farbe und erreicht damit optisch noch einmal eine ganz andere Wirkung. Die Kosten dafür sind zu rund zwei Dritteln mit 10 000 bis 12 000 Euro im Haushalt eingestellt. So kann er trotz der hohen Druckqualität weiter zum Preis von fünf Euro erworben werden.

Inhaltlich hat sich etwa Angelika Feldes mit einer Auswanderergeschichte beschäftigt und - auch für eine zurück liegende Ausstellung - tief in den Archiven recherchiert. Ein Teil der Ergebnisse, die Auswanderung nach Ungarn, ist im aktuellen Heimatbrief nachzulesen, im nächstem dann ist das Thema Auswanderung nach Amerika.

Wolfgang Hagen hat neben dem Bericht über die älteste Karte der Schweiz auch die Reise mit der Gäubahn nach Stuttgart beschrieben und hier wie ein guter Fremdenführer geologische, historische, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge der Landschaft und der Gemeinden entlang des Wegs einbezogen. Er ist mit seinen 82 Jahren der Senior im Redaktionsteam und schon seit 19 Jahren dabei. 

Als ausgewiesener Kenner der regionalen Bahngeschichtist  Manfred Brugger mit dabei. Er recherchierte und schrieb über 150 Jahre Bahnhof Spaichingen. Was davor war?  „Alles davor war Postkutsche“, erzählt er gut gelaunt. 200 Jahre Sauter-Klaviere hat Manfred Brugger auch eine längere Geschichte gewidmet. Und das aus gutem, familiärem Hintgrund. Sei Taufpate, obschon eigentlich nicht sehr muskolös, habe diese Klaviere ausgeliefert und durch enge Treppenhäuser gewuchtet, so erzählt er augenzwinkernd.

Für die Zukunft wollen Angelika Feldes und Bürgermeister Hans-Georg Schuhmacher die Beiträge digitalisiert auf der städtischen Homepage sehen. Darüber hinaus denkt Schuhmacher an Bildergalerien und Bewegtbilder für zukünftige Chroniken, damit sich Spaichingen online modern präsentiert.

Sven Krause

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