Poesie-Performance

11. April 2019
Cornelia Widmer bei der „Art after Five“ in der Galerie. FOTO: EHRMANN-SCHINDLBECL

After Five in der Galerie: Cornelia Widmer und Walter Widmer vom Forum Tanz Villingen-Schwenningen faszinierten das Publikum mit einer 30-minütigen Performance.

Tuttlingen –  „Art after Five“ dient der Begegnung der Künste und damit dem etwas anderen Zugang zur jeweils gezeigten Ausstellung“, so die Galerieleiterin in ihrer Einführung, in der sie auch hervorhob, dass die Tänzerin und Choreografin Cornelia Widmer und der Musiker Walter Widmer sich intensiv  mit der zur Zeit genzeigten Kunst des italienischen Künstlers Nunzio (geb. 1954, lebt und arbeitet in Rom und Turin) auseinandergesetzt haben. Ihrer Performance gaben die beiden den Titel „Unweit vom Nichts – eine Spur“ und damit umkreisten sie in der Sprache des Tanzes und der Musik ein Kernthema von Nunzios Skulptur, die im Zusammenspiel mit Licht und Schatten ihre Wirkung entfaltet. Genauso wie die Skulptur von Nunzio waren auch die Bewegungen der Tänzerin Cornelia Widmer sowie die Klänge des Violinspiels einprägsam, von Anmut und Eleganz. 

Eine Poesie wohnte dem Moment des Zusammentreffens von Skulptur, Musik und Tanz inne, eine Aura der Konzentration von Klang und Stille, des Schwebezustandes von Ruhe und Bewegung. Das Publikum war fasziniert, sogar die Kinder verharrten in Aufmerksamkeit. „Skiá“ betitelte Nunzio die Ausstellung, das ist griechisch und bedeutet „Schatten“, Schatten aus einer Realität, die wir nicht wahrnehmen können. Für Cornelia und Walter Widmer führt deshalb der Titel der Ausstellung unmittelbar in die Nähe von „Leere“, „Stille“, zum „Nichts“. In der Begegnung mit dem Schatten lag für sie klar die Nähe der Werke Nunzios zum Butoh-Tanz. So haben sie in ihre Performance Elemente dieser japanisch-europäischen Kunstform integriert.

PM

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