Lübke – das Bindeglied für die Händler

18. April 2019
Fabienne Lübke ist als neue Citymanagerin das Bindeglied zwischen Verwaltung und ProTut und soll vor allem den Leerstand beseitigen Foto: Specht

Seit knapp zwei Wochen ist Fabienne Lübke die neue Citymanagerin im Rathaus in Tuttlingen. Als Nachfolgerin von Alexander Stengelin ist es nun an ihr, vor allem den Leerstand auf der Bahnhofstraße erfolgreich zu bekämpfen.

Mit welchen Erwartungen und Zielsetzungen starten Sie in Ihren neuen Job?

Fabienne Lübke: Die Stadt Tuttlingen hat in den letzten Jahren eine sehr positive und zugleich beeindruckende Entwicklung im städtebaulichen wie auch wirtschaftlichen Bereich durchlaufen. Gerne möchte ich meine Fähigkeiten gezielt zur weiteren nachhaltigen Entwicklung einbringen. Insbesondere das vielseitige Aufgabenspektrum sowie der besondere Flair Tuttlingens direkt an der Donau haben mir sehr gefallen.

Was wissen Sie bisher über Tuttlingen?

Seit vielen Jahren besuche ich Tuttlingen sehr gerne und habe hierbei die vielen Facetten von Tuttlingen kennengelernt. In Vorbereitung auf die Stelle als Citymanagerin habe ich die Innenstadt für mich fachlich intensiv betrachtet und mir ein erstes Bild gemacht. Außerdem habe ich mich über die Historie von Tuttlingen sowie die auch noch heutige Relevanz der Donau für Tuttlingen umfassend informiert.

Wie wollen Sie die vielschichte Händlerschaft vereinen, um zukunftswichtige Themen wie einheitliche Öffnungszeiten, moderne Schaufenster, kundenorientiertes Verkaufsteam und Integration einer digitalisierten Verkaufslandschaft erfolgreich zu verwirklichen?

Es ist mein festes Ziel, die verschiedenen Händler gezielt in die weitere Innenstadtentwicklung mit einzubeziehen. Basis ist für mich hierbei ein fortlaufender und enger Dialog mit der Händlerschaft sowie den weiteren Akteuren vor Ort. Die Vielzahl der für die Zukunft innenstadtrelevanten Themen sollte im gemeinsamen Dialog diskutiert und daraus die zu erreichenden Meilensteine definiert werden. Die Umsetzung dieser Ziele wird eine meiner Hauptaufgaben für die Zukunft darstellen.

Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit ProTut vor?

ProTut ist für die Innenstadt sowie das Citymanagement ein sehr wichtiger Akteur. Ich bin bereits heute beeindruckt von dem hohen ehrenamtlichen Engagement von ProTut und möchte meinen Teil dazu beitragen in einer offenen und vertrauensvollen Zusammenarbeit die Innenstadt für Besucher wie auch BürgerInnen attraktiver zu gestalten. Ich freue mich hier auf eine sehr enge Zusammenarbeit und einen täglichen Austausch.

Der Leerstand vor allem auf der Bahnhofsstraße wird immer größer. Wie wollen Sie dieses, für die Attraktivität der Innenstadt so wichtige Thema, angehen und lösen?

Die Veränderung der Innenstadtstruktur hängt auch mit einem allgemeinen Wandel im Einkaufsverhalten beziehungsweise eines gesellschaftlichen Prozesses zusammen, der sich ebenso in Tuttlingen bemerkbar macht. Auf Leerstände sollte sofort reagiert werden, im besten Fall sogar zuvor verhindert. Der Erhalt und die Weiterentwicklung einer attraktiven Händlerstruktur, auch in der Bahnhofsstraße, ist eine Zentrale Aufgabe für mich als Citymanagerin. Neben einem engen Austausch mit den Eigentümern sowie der Händlerschaft möchte ich frische Impulse in Tuttlingen einbringen, wie zum Beispiel Pop-Up-Stores und auch neue Läden.

Mit welchen Aktionen oder Veränderungen wollen Sie die Attraktivität der frisch sanierten Innenstadt weiter steigern?

Die neu sanierte Innenstadt ist weiterhin ein tolles Projekt und sollte durch attraktive Veranstaltung bespielt werden. Die verkaufsoffenen Sonntage bieten hierbei beispielsweise eine gute Möglichkeit, auch überregionalen Gästen die neugestaltete Innenstadt zu präsentieren. Neben den jährlich stattfindenden Veranstaltungen  werden wir mit der Händlerschaft sowie ProTut neue Veranstaltungsformate diskutieren und gegebenenfalls umsetzen.

Fabienne J. Lübcke ist die neue Citymanagerin der Stadt Tuttlingen. Ihre Bachelor-Arbeit befasste sich mit einem hoch aktuellen Thema: „Green Cities und ihre Bedeutung für die nachhaltige Stadtentwicklung“ lautete das Thema der Thesis, mit dem die 27-Jährige ihr Studium an der Uni Konstanz abschloss.

Sven Krause

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