Lange und strahlende Gesichter - Wochenblatt

Lange und strahlende Gesichter
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28. September 2017
Betretene Gesichter bei der SPD in der Wurmlinger „Sonne“: Die Erwartungen der Genossen wurden schwer enttäuscht; rechts vorn Georg Sattler.. Fotos : wdb

E war natürlich Zufall: aber die Gewinner der Wahl versammelten sich am Wahlabend in Deißlingen, die Verlierer in Wurmlingen.

Region – „Das Ergebnis von 2013 war nicht zu toppen“, war der CDU-Kreisvorsitzenden Maria-Lena Weiss durchaus klar. Doch die tatsächlich erlittenen Verluste waren für sie schmerzhaft: „Schade!“ Auch die Aussage von Volker Kauder im Fernsehen, die Union hätte ihre Wahlziele erreicht, trug nicht zur Aufheiterung der finsteren Mienen in der Hirsch-Bierwelt bei.

Noch finsterer sah es in der „Sonne“ aus: Zwei Handvoll SPD-Getreuer musste das schlechteste Wahlergebnis ihrer Nachkriegsgeschichte verdauen. Ihr Trost: Über 80 Prozent haben demokratische Parteien gewählt. Kandidat Georg Sattler sprach sich gegen eine Fortsetzung der schwarz-roten Koalition aus.

Freude hingegen bei den Grünen, die sich im Bären in Deißlingen trafen. Freude, weil die Demoskopen Stimmenverluste vorhergesagt hatten, die Partei nun sogar dazugewann. „Nun muss man das Gespräch suchen“, sagte Kandidat Hubert Nowack. Die Kreisvorsitzenden Angelika Störk und Sonja Rajsp nutzten die Anwesenheit des WOCHENBLATs, um ihrem Kandidaten zu danken – mit (selbst geernteten) Sonnenblumen, dem Symbol der Partei.

Im Hotel Hirt feierte die FDP. Kandidat Marcel Aulila freute sich über das Ergebnis und darüber, dass die Wähler wieder eine liberale Kraft im Bundestag wollten. „Regierung oder Opposition – wir sind zu allem bereit“, sagte er. Und dann kam unerwarteter Besuch: Benjamin Bach, stellvertretender CDU-Ortsvorsitzender in Tuttlingen, freute sich über das Ergebnis der Liberalen.

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