Ein versöhnliches Saisonende

14. Januar 2019
ASV-Geschäftsführer Markus Scheu (links) vor dem Halbfinal Rückkampf. Foto: Seibert

Mit 14:9 sicherte sich der ASV Nendingen den Sieg im Halbfinalrückkampf der Deutschen Ringerliga gegen Schifferstadt und damit einen versöhnlichen Ausklang der Saison. Über die abgelaufene Kampfzeit, den Disput mit dem Deutschen Ringerbund und die sportliche Zukunft des ASV sprach Geschäftsführer Markus Scheu mit dem WOCHENBLATT.

Was nehmen Sie aus dem Rückkampf gegen Schifferstadt und dem sportlichen Ende der Saison mit?

Einzelsiege gegen Schifferstadt muss man erst mal hinbekommen. Insofern ein versöhnliches Finale, welches natürlich nicht über die Enttäuschung im Hinkampf hinweg täuschen kann. Trotzdem konnten wir die Saison mit erhobenem Haupt abschließen. 5 Siege, 4 Niederlagen, 1 Unentschieden. Gegen jeden Gegner konnten wir einen Sieg einfahren und somit beweisen, dass wir mithalten können.

Gibt es bereits Überlegungen zu personellen Veränderungen für die kommende Saison und wie weit sind diese fortgeschritten?

Seit langem fahren wir gut damit, auf unsere Stammmannschaft zu setzen und diese nur punktuell zu verstärken. Auch in der nächsten Saison werden wir dies so handhaben. In der Rückrunde waren wir die stärkste Mannschaft, in der Hinrunde müssen wir selbstverständlich etwas unternehmen, damit so ein Desaster wie im Halbfinalhinkampf nicht mehr vorkommt.

 Eine grundsätzliche Frage zur kommenden Saison. Wie groß ist die Rechtssicherheit, dass diese angesichts des Konflikts mit dem Deutschen Ringerbund auch stattfindet und es keinerlei Sperren gegen Athleten gibt, die bei Ihnen kämpfen?

Heute wird das Urteil verkündet, welches der zuständige Richter jedoch schon angekündigt hat. Ganz eindeutig wird dem DRB und der UWW (Ringerweltverband) verboten, Ringer zu sperren. Dies wurde auch schon in einer Einstweiligen Verfügung so verfügt. In der Zukunft werden wir somit Probleme wie am ersten Kampftag, als die Ringer aus Eisleben nicht antreten wollten, nicht mehr haben und auch Deutsche Sportler brauchen keine Sperre mehr zu fürchten. Und wenn sie mit dem Hinweis auf einer Teilnahme an der DRL aus der Nationalmannschaft geschmissen werden, wird derjenige, der die Drohung aussprach, eine empfindliche Strafe zahlen müssen.

Muss es auch abseits der Ringermatte Veränderungen in Nendingen geben, um den nächsten Schritt zu gehen und sportlich noch erfolgreicher zu werden?

Wir arbeiten ständig daran, uns zu verbessern und vermutlich wird man hier niemals ein Ende erreichen. Wir sind alle ehrenamtlich unterwegs und führen quasi ein Mittelständisches Unternehmen. Der größte Schritt war die Ausgliederung der Ersten Mannschaft in eine GmbH. Dadurch wurden professionellere Strukturen geschaffen, von denen Verein und DRL-Mannschaft profitieren. Mit unserem größten Ziel, der Stärkung unserer Jugend, kommt der Verein, mit Jugendleiter Claus Döbbrick, sehr gut voran. Hierfür werden dem Verein Mittel der GmbH zur Verfügung gestellt. Das Training wird sehr gut angenommen und die Zahl der Kinder steigt ständig. Die ersten Erfolge stellen sich ein, wie wir bei der Ehrung, vor dem letzten Heimkampf, sehr gut sehen konnten.

Wann und wie beginnt die Vorbereitung auf die kommende Saison?

Nach der Saison ist vor der Saison. Eigentlich beginnt die neue Saison sogar schon, während die alte noch läuft. Wir müssen immer am Ball bleiben. Die größte Arbeit steckt derzeit in dem weiteren Aufbau der DRL. Richtlinien, neue Mannschaften, das sind derzeit die wichtigsten Themen. Und selbstverständlich die Weiter- und Neuverpflichtungen von Ringern.

Sven Krause

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