Handwerk für Jugendliche aufpeppen

Handwerk für Jugendliche aufpeppen
214 Gesellen feierten auf der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft das Ende ihrer Lehrzeit. Foto: Kreishandwerkerschaft
6. November 2019

214 junge Gesellinnen und Gesellen aus 30 Berufsgruppen feierten bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Tuttlingen den Abschluss ihrer Lehrzeit. Weit über 500 Besucher, darunter sehr viele Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, waren der Einladung in die Stadthalle in Spaichingen gefolgt und erlebten ein von der RoseWood Liveband schwungvoll begleitetes Programm.

Landkreis – Kreishandwerksmeister Bernd Simon sprach in seiner Begrüßung davon, dass das Handwerk international anerkannt ist und sich mit Innovationsgeist, Können und Leidenschaft jeder Herausforderung stellt. Das Handwerk ist vielfältig und in der Lage, über alle Branchen hinweg gewerbliche und private Auftraggeber gleichermaßen zu bedienen. Deshalb zählt das Handwerk auch zu Recht zu Deutschlands vielseitigstem Wirtschaftsbereich, so der Kreishandwerksmeister. 

Nicht zuletzt kommt dem Handwerk bei der beruflichen Ausbildung eine zentrale Stellung zu. Diesbezüglich forderte Bernd Simon mehr gesellschaftliche Anerkennung sowie die Stärkung der Attraktivität des dualen Ausbildungssystems. Das Handwerk muss außerdem wieder mehr in das Blickfeld der Jugendlichen rücken, denn Handwerksberufe bieten hervorragende und vielfältige Karriere- und Berufschancen. Die ganzheitliche Berufsberatung muss intensiviert werden, um den jungen Menschen die verschiedensten Karrierewege im Handwerk bekannt zu machen.

Der Kreishandwerksmeister sprach abschließend davon, dass die über 200 freizusprechenden Gesellinnen und Gesellen die besten Botschafter einer guten und innovativen Ausbildung im Handwerk sind. Im Zuge der Interviewreihe konnte Geschäftsführer Kurt Scherfer Handballnationalspieler, Europameister und Olympiabronzemedaillen Gewinner von 2016, Martin Strobel begrüßen. Teamgeist und Durchhaltevermögen zählen im Handballsport genauso wie im Handwerk. Hier stellte Kurt Scherfer die Verbindung her.

Mit Fleiß, Willensstärke und Durchhaltevermögen können viele Ziele erreicht werden, die zunächst unnahbar scheinen. Höhen und Tiefen gehören zum Leben dazu. So gab Martin Strobel den anwesenden Gesellinnen und Gesellen mit auf den Weg: „Jeder junge Mensch muss individuell dort weiter machen, wo er sich befindet und mögliche Rückschläge überwinden“. Anschließend fand die namentliche Freisprechung mit Auszeichnung der Preisträger durch Kreishandwerksmeister Bernd Simon und dem jeweiligen Innungsobermeister, bzw. einem Vertreter der jeweiligen Innung statt. 

Im Schlusswort riet Kreishandwerksmeister Bernd Simon den neuen Facharbeitern im Handwerk sich kontinuierlich weiterzubilden. Dies ist elementar für den Erhalt der Beschäftigungs- und Arbeitsfähigkeit in einer sich ständig weiterentwickelnden Arbeitswelt. In diesem Zusammenhang forderte er auch für Baden-Württemberg eine Meisterprämie, welche in anderen Bundesländern bereits gewährt wird. Denn die Teilnehmer der Meisterlehrgänge müssen im Gegensatz zu Studierenden an Universitäten und Hochschulen die Lehrgangskosten und Gebühren ganz oder teilweise selber tragen.

pm

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