Gelebte Geschichte kommt ins Museum

9. Mai 2019
Der historische Schlauchwagen zieht ins Museum ein. Foto: Blumers

Die Freiwillige Feuerwehr Heudorf rückt aus: am Sonntag, 12. Mai, ist Großeinsatz im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck. Gegen 11 Uhr zieht die Feuerwehr feierlich ins Museum ein, mit Blaulicht, Fahnen und vor allem mit dem historischen Schlauchwagen aus der Nachkriegszeit. Denn der soll dem Freilichtmuseum feierlich übergeben werden.

„Die Feuerwehr spielte von Anfang an eine wichtige Rolle in den ländlichen Gemeinden“, sagt Almut Grüner, Museumsleiterin, die sich sehr über diese Schenkung für das Freilichtmuseum freut. „Der Schlauchwagen ist eine schöne Erweiterung für unsere Sammlung, in der wir schon einige Feuerwehrgeräte haben.“ Richard Auer, Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Heudorf hatte 2018 nach einem Besuch im Freilichtmuseum mit der Museumsverwaltung Kontakt aufgenommen. Nach einigen Gesprächen wurde vereinbart, dass das Museum den Schlauchwagen im Frühjahr bekommen sollte. In der Zwischenzeit wurde der Schlauchwagen von den Feuerwehrleuten liebevoll auf Vordermann gebracht und die Schläuche ersetzt.

Die Feuerwehr Heudorf ist eine Abteilung der Feuerwehr Eigeltingen mit einer langen Geschichte: schon 1829 gibt es die ersten Belege dafür, dass die Feuerwehr aktiv war. 25 Jahre später, im Jahre 1855, standen der Wehr bereits zwei fahrbaren Spritzen, zwei Feuerhaken, zwei Feuerleitern und zahlreiche Feuereimer und Butten zur Verfügung. Zwischen 1886 und 1940 war die Heudorfer Feuerwehr als Pflichtwehr organisiert, was bedeutete, dass alle männlichen Einwohner vom vollendeten 18. bis zum 50. Lebensjahr zum Dienst in der Wehr verpflichtet waren. Lediglich Kranke, Gebrechliche, Ärzte, Geistliche sowie Militär- und Polizeiangehörige waren von der Pflicht ausgenommen.pm

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