Für Tuttlingen: Die Zukunft ist grün

Für Tuttlingen: Die Zukunft ist grün
Guillermo Jennert von Aesculap radelte in wenigen Wochen 3 000 Kilometer quer durch Deutschland. Foto: Aesculap
25. Juli 2019

Neue Formen der Mobilität und der Energie-Gewinnung, ein verändertes Bewusstsein in Sachen Nachhaltigkeit und ein intensiverer Umgang mit der Natur. Dies alles beschäftigt immer mehr Menschen auch im Landkreis Tuttlingen. Daher hat sich das WOCHENBLATT unter dem Schlagwort „Die Zukunft ist grün“ intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Tuttlingen – Herausgekommen ist eine bunte Themensammlung auf mehreren Seiten. Sei es die unglaubliche, individuelle Leistung von Radfahrer Guillermo Jennert, der in wenigen Wochen 3 000 Kilometer durch Deutschland radelte. Zudem stellen wir die Klimamanagerin des Landkreises vor, lassen Walter Knittel über nachhaltiges Wandern referieren und vieles mehr.

 

„Das Netz hier ist schlimm“

Vorgenommen hatte sich Guillermo Jennert eine Gesamtstrecke von knapp 4 000 Kilometern in drei Wochen. Quer durch alle 16 Bundesländer wollte er fahren und am eigenen Leibe testen, wo es besonders gute Bedingungen für Radfahrer gibt und was davon für Tuttlingen adaptierbar ist.

LANDKREIS – Am Ende waren es nur knapp 2 900 Kilometer, die der gebürtige Galizier (53) in knapp drei Wochen absolvieren konnte. Guillermo Jennert wirkte wegen der früher beendeten Tour geknickt, doch angesichts seiner Gesamtleistung sollte er dies nicht sein. Er erzählt: „Leider musste ich sieben Tage lang bei 12 Grad und Regen fahren. Da habe ich mir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Erkältung geholt. Dazu hat irgendwann meine lädierte Hüfte nicht mehr mitgemacht. Daher war irgendwann Schluss.“

Bis zu diesem Moment auf dem Weg von Thüringen nach München hatte der Prozessmanager von Aesculap bereits vielfältigste Erfahrungen auf seinem Weg von Tuttlingen an der Schweizer Grenze entlang, über Freiburg, Heidelberg, Koblenz, Bonn, Saarbrücken, der Nordseeküste, Bremen, Hamburg, Lübeck, Wismar, Berlin, durch Brandenburg und Sachen, nach Thüringen gemacht. „Es war ein echtes Abenteuer und vor allem in Berlin oder Leipzig hatte ich, selbst als erfahrener Radfahrer, teilweise Angst und bin oft nur knapp einem Unfall entgangen. Doch es gab auch viele tolle Erlebnisse im Gegenzug“, erinnert sich Guillermo Jennert.

Dazu gehörte die Freundlichkeit und Offenheit vieler Menschen quer durch die Republik, mit denen er vor Ort über deren Erfahrungen als Radfahrer diskutierte und viele Beispiele mitnahm, wie es nicht gehen sollte. Doch es gab auch die Momente, in denen er sich pudelwohl und sicher auf seiner Strecke fühlte. „Bremen war so ein Tag, an dem mir das Herz aufgegangen ist. Eine tolle Stadt, die es geschafft hat ihr innerstädtisches Radwegenetz perfekt zu verbinden. Auch Hamburg hat viel Spaß gemacht. Der Clou waren aber die Radfahrautobahnen in Thüringen oder aber wie sehr München seine Innenstadt für Radfahrer umbaut“, erzählt er.

Mit diesen Erfahrungen im Gepäck will er nun zeitnah das Gespräch mit den Verantwortlichen im Rathaus suchen. Sein aktuelles Fazit: „Die Verbindung zwischen den Gemeinden ist okay, aber es geht auch noch deutlich besser. Was gar nicht passt ist des innerstädtische Radwegenetz in Tuttlingen. Das ist eine Katastrophe. Aber ich habe viele Verbesserungsideen, die die Verwaltung hoffentlich überzeugen“.

Sven Krause 

 

Die Bibel der Klimaschutzmanager lesen Sie in einem separaten Eintrag

 

 

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