Erfolgreiche Strategien

Erfolgreiche Strategien
Dr. Markus Flik von Chironhielt einen viel beachteten Vortrag im Rahmen des Zuliefertages der Automobilindustrie. FOTO: E-MOBIL/KD
28. November 2019

Anlässlich der Eröffnung des 21. „Zulieferertages Automobilwirtschaft Baden-Württemberg“ hat Michael Kleiner, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium, in Esslingen an die Zulieferer appelliert: „Um die Transformation erfolgreich zu bewältigen, müssen wir uns angesichts der Gemengelage aus Technologiewandel, Handelskonfl ikten und konjunkturellen Effekten noch stärker vernetzen und Kräfte bündeln. Der Zulieferertag liefert hierfür Impulse“, sagte Kleiner im Esslinger Neckarforum.

BADEN-WÜRTTEMBERG – Transformation bedeutet im Kern Erforschen, Beherrschen und Industrialisieren neuer Technologien und Geschäftsmodelle“, so Kleiner weiter. Mit dem Strategiedialog Automobilwirtschaft habe die Landesregierung bereits seit 2017 ressortübergreifend zahlreiche konkrete Maßnahmen entwickelt, um Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben. Der von der Landesagentur emobil BW organisierte Zulieferertag Automobilwirtschaft BW sei ein Branchenbarometer und relevantes Forum, um sich über Trends und Strategien zu informieren.

Auf dem Podium wurde in diesem Jahr über neue Geschäftsmodelle für den Mittelstand diskutiert. Nachhaltige Strategien, wie technologische Entwicklungen in bestehende Geschäftsfelder integriert werden können, zeigten erfolgreiche Beispiele der CHIRON Group, Valmet Automotive und ZF Friedrichshafen. Dr. Markus Flik, Geschäftsführer der Chiron Group, stellte in seiner Präsentation die Aktivitäten der Gruppe, das Marktszenario EMobilität und die Strategie der Unternehmensgruppe - Fokussierung auf spezifische Elektromobilitätsteile – vor.

Sein Fazit: „Die Veranstaltung war mit 500 Anmeldungen sehr gut besucht Es besteht hohes Interesse an den Bearbeitungslösungen, die die CHIRON Group für die Komponenten für elektromotorische Antriebe anbieten kann: Elektromotorgehäuse, Getriebeteile, Elektrokompressoren. CHIRON stellte dar, dass wir den Rückgang des Verbrennungsmotors durch die Elektromobilität und den Leichtbau ausgleichen können“ Digitalisierung als Chance Prof. Dr. Achim Wambach, Präsident des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung, hob bei seiner Keynote hervor, die Digitalisierung als Chance zu nutzen, auch wenn dies Unternehmen und die Politik vor gewaltige Herausforderungen stellt: „Die Zulieferer sollten die Besonderheiten der Daten- und Plattformökonomie nutzen, um auch zukünftig wichtige Akteure der Wertschöpfungskette zu sein“, sagte der ZEW-Chef.

Daran knüpfte die Talkrunde „Neue Geschäftsmodelle für den Mittelstand“ an. Eckhard Hörner-Marass, Geschäftsführender Gesellschafter der Executive Interim Management GmbH machte deutlich, dass die Gleichzeitigkeit von verschiedenen Veränderungsprozessen, wie Mobilitätswandel, Industrie 4.0 und KI, mittelständische Unternehmen unter Druck setzt. Im Gespräch mit Dr. Rainer Nägele, Leiter der Geschäftsstelle des Technologiebeauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg, analysierten die Experten, welche Prioritäten gesetzt werden sollten und wie sich Innovationsprozesse verbessern und beschleunigen lassen.

Cluster und Netzwerkarbeit als Katalysatoren Franz Loogen, Geschäftsführer der e-mobil BW, unterstrich die Bedeutung der Netzwerkarbeit zur Unterstützung von Unternehmen und dem Vorantreiben von Innovationen. Mitglieder der Cluster Elektromobilität Süd-West und Brennstoffzelle BW sowie Partner aus Belgien, Finnland, den Niederlanden, Schweden und Frankreich stellten in der Dialog-Session ihre Ausrichtung im Bereich neue Mobilität vor.

Sven Krause/PM

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