Eine richtig starke Gemeinschaft

29. Mai 2019
In Seitingen-Oberflacht entstand unter den Augen von Landrat Stefan Bär (M.) ein neuer Teich mit Bank zum Verweilen. Foto: Sven Krause

72 Stunden erscheinen auf den ersten Blick nicht viel. Doch wenn über 350 engagierte Jugendliche drei Tage am Stück unter motivierter Anleitung richtig anpacken, dann kann durchaus Großes entstehen. Wie etwa bei der jüngsten „72-Stunden-Aktion“ des Katholischen Jugendwerkes im Landkreis Tuttlingen.

Landkreis – Was, wie und mit wie vielen helfenden Händen funktioniert, davon wollte sich Schirmherr Landrat Stefan Bär vor Ort bei vier ausgewählten Projekten selbst informieren. Mit dabei, die Vertreter der Presse. Denn wer Gutes tut, der sollte auch durchaus drüber reden. Und gleich die erste Station in Seitingen-Oberflacht machte durchaus Eindruck. Knapp 30 Kinder und Jugendliche waren hier seit Donnerstag damit beschäftigt den versandeten Teich am Kirchberg wiederzubeleben und den rund 250 Molchen eine neue, schicke Heimat zu gewähren. Doch damit nicht genug. Damit sich nicht nur die Molche an diesem neuen Idyll wohlfühlen, wurde kurzerhand eine tragbare Bank gebaut, die in Zukunft zum Verweilen einladen soll.

Handwerkliche Fähigkeiten waren auch bei den nächsten Projekten gefragt. So kämpften im „Café Kännchen“ in Tuttlingen ein halbes Dutzend Jugendliche erfolgreich mit der IKEA-Aufbauanleitung der neuen Küche. Damit in der caritativen Einrichtung auch in Zukunft jeden Tag rund drei Dutzend sozial benachteiligte Mitbürger und Senioren mit warmen Essen und leckerem Kuchen versorgt werden können, war die neue Küche dringend notwendig.

Abgerundet wurde die wilde Fahrt durch den Landkreis zunächst beim einzigen internationalen Projekt im Freilichtmuseum in Neuhausen. Dort entstanden dank der tatkräftigen Unterstützung von vier ungarischen Jugendlichen 40 neue, mobile Schaafs Gatter samt Tor. Damit die „Rasenmäher auf vier Beinen“ auch in Zukunft sicher ihren Job verrichten können. Und zum Abschluss ging es nach Fridingen. Dort entsteht die erste mobile „Saftbar“ des Landkreises, die in Zukunft für das leibliche Wohl bei Gemeindefesten oder nach Gottesdiensten auf dem Heuberg sorgen soll.

Sven Krause

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