Eine Erfolgsgeschichte feiert Zehnjähriges

1. Februar 2019
2008: Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Landkreis und der Stadt Tuttlingen, dem Förderverein, der Hochschule Furtwangen und dem Land Baden-Württemberg nahm das Projekt Gestalt an Foto: HFU

Das Jahr 2019 ist ein ganz besonderes für den Hochschulcampus Tuttlingen, denn im Herbst feiert der Modellcampus der Hochschule Furtwangen (HFU) sein zehnjähriges Jubiläum.

Tuttlingen – Gemeinsam mit den Kooperationspartnern – dem Land Baden-Württemberg, dem Hochschulcampus Tuttlingen Förderverein (HCTF), der Stadt und dem Landkreis Tuttlingen – startete die HFU im Oktober 2009 in der Donaustadt den Studien- und Lehrbetrieb. 119 Pioniere schrieben sich für die Bachelor-Studiengänge Industrial MedTec (Medizintechnik), Industrial Manufacturing (Fertigungstechnik) und Industrial Systems Design (Mechatronik) ein. Damit hatten sie sich für ein exklusives Studium entschieden: „Mit besonderem Engagement haben sich über 100 mittelständische medizintechnische und metallverarbeitende Unternehmen der Region zusammen mit der Stadt und dem Landkreis für die Gründung des Hochschulcampus eingesetzt“, erklärte der zur Gründungszeit verantwortliche Ministerpräsident und amtierende EU-Kommissar Günther H. Oettinger.

Partnerschaftlich bilden sie die Studierenden aus und gestalten die inhaltliche und strukturelle Entwicklung für den HFU-Standort mit. „Powered by Industry“ lautet deshalb das Motto des Tuttlinger Modellcampus. „Mit der Kooperation haben wir bildungspolitisch ein Zeichen gesetzt. Sie ist einzigartig und herausragend zugleich. Die sich daraus ergebenden Synergien sind ein Gewinn für die Hochschule Furtwangen und für die wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Entwicklung der gesamten Region“, meint HFU-Hochschulrektor Professor Dr. Rolf Schofer.

Die Idee – Eine Region wird zum Campus

Mittlerweile hat der Hochschulcampus Tuttlingen rund 650 Studierende. Die Tuttlinger Fakultät Industrial Technologies bietet vier Bachelor-, zwei Master-Studiengänge und das Schnupperstudium Orientierung Technik an. Die International Business School Tuttlingen bildet berufsbegleitend im MBA-Studiengang „Medical Devices & Healthcare Management“ aus. 

Den Anstoß, einen eigenen Hochschulcampus für Tuttlingen auf den Weg zu bringen, gab der heutige Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf 2005, damals noch als Landrat des Landkreises Tuttlingen im dortigen Kreistag. Weniger als drei Jahre später, 2008, besiegelten das Wissenschaftsministerium, die HFU und der Hochschulcampus Tuttlingen die Kooperation für das Tuttlinger Hochschulmodell vertraglich. 2016 wurde der Vertrag verlängert. Minister Wolf, Vorsitzender des Hochschulcampus Fördervereins, erinnert sich: „Die Vision einer eigenen technischen Hochschule im Landkreis Tuttlingen wurde immer wieder mal angedacht. Mit viel Überzeugungsarbeit haben wir uns dann gemeinsam auf den Weg gemacht und es geschafft. Durch das Zusammenwirken vieler ergab sich eine historische Chance und die haben wir genutzt.“Der Landkreis Tuttlingen zählt landes- und bundesweit zu einer der wirtschaftsstärksten Regionen, wobei in der Mehrzahl kleine, mittelständische Betriebe die Industrielandschaft prägen. Er verfolgt mit seiner Bildungsinitiative ein ehrgeiziges Ziel. „Der Hochschulcampus Tuttlingen bereichert und ergänzt die Bildungslandschaft im Landkreis Tuttlingen in idealer Weise. Durch die einmalige Form der Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaft gelingt eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis“, so der stellvertretende Vorsitzende des HCTF und Tuttlinger Landrat Stefan Bär.

Der Hochschulstandort Tuttlingen wächst. Er hat sich als starker, innovativer und aufstrebender Campus innerhalb der Hochschullandschaft etabliert. So ist um das Hauptgebäude in der Kronenstraße mittlerweile ein richtiges akademisches Viertel gewachsen. Drei Gebäude kann die HFU für ihren Studien- und Laborbetrieb im Herzen der Stadt nutzen. 2018 wurde der Hochschulcampus um das IFC – das Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen der HFU – erweitert.

PM

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