„Ein Schmuckstück geschaffen“

19. Dezember 2018
Landrat Stefan Bär blickt auf 2019. Foto: Landratsamt

Die Zeit zwischen den Jahren. Auch eine Phase der Ruhe für den Landrat. Dennoch hat sich Landrat Stefan Bär die Zeit genommen, um mit dem WOCHENBLATT auf 2018 zurückzublicken und vorauszublicken.

Wenn Sie auf 2018 zurückblicken, auf welches Projekt, auf welche gelungene Umsetzung, welches Vorhaben sind Sie besonders stolz?
Rückblickend auf das Jahr 2018 können wir ganz besonders stolz sein auf die gelungene Fertigstellung unserer neuen Kreissporthalle, die wir im September feierlich eröffnen konnten. Entstanden ist ein architektonisch ansprechendes und funktionales Gebäude, das keine Wünsche offen lässt und den Schulklassen unserer Berufsschulen sowie den Vereinen bereits jetzt viel Freude bereitet. Besonders haben wir uns auch darüber gefreut, dass wir die Halle innerhalb des Zeitplans und sogar unter den prognostizierten Kosten errichten konnten.

Einige Meilensteine haben wir in 2018 auch im Hinblick auf den Erweiterungsbau des Landratsamtes erreichen können. Der Baubeschluss wurde gefasst, die Planungen verfeinert, die Baugenehmigung erteilt und inzwischen konnten wir 70 % der Gewerke bereits vergeben. Wir freuen uns, wenn es nach der langen Vorbereitungszeit Anfang 2019 dann mit den Bauarbeiten losgeht und die Planungen damit sichtbar werden.

Was lief aus Ihrer Sicht nicht so rund, wo muss eventuell noch nachgebessert werden?
Nicht zufriedenstellend sind aus unserer Sicht die Entwicklungen in Sachen Breitbandausbau. Zwar sind wir mit unserer Breitbandinitiative Landkreis Tuttlingen gemeinsam mit den Gemeinden bisher auf einem guten Weg was den Backbone-Ausbau betrifft. Was jedoch den Ausbau der Ortsnetze angeht, haben die Gemeinden leider aufgrund der aktuellen Förderpolitik des Landes zur Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Hinblick auf die Rahmenbedingungen und die Landesförderung muss aus unserer Sicht auf jeden Fall nachgebessert werden. Um zukunftsfähig zu bleiben, ist der flächendeckende Glasfaserausbau unverzichtbar – gerade für den Wirtschaftsstandort Landkreis Tuttlingen. Hier benötigen wir bestmögliche Unterstützung seitens des Landes und des Bundes.

Blick voraus auf 2019. Was sind die wichtigsten Projekte für den Landkreis?
Im kommenden Jahr werden zum einen Entscheidungen im Bereich des ÖPNV im Vordergrund stehen. Für die Weiterentwicklung und Elektrifizierung des Ringzugs stehen in den kommenden Jahren hohe Investitionen an. Das wird uns finanziell fordern, birgt aber auch große Chancen. Wir brauchen auch die finanzielle Unterstützung des Landes. Der zweite Punkt im Bereich ÖPNV ist die aktuell laufende Ausschreibung der Buslinienverkehre. Die Weiterentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Richtung eines bedarfsgerechten und noch attraktiveren Angebots für unsere Bürgerinnen und Bürger ist uns ein wichtiges Anliegen.

Wenn wir im Frühjahr 2019 die Grundsteinlegung für unseren Erweiterungsbau begehen dürfen, ist dies ein großer Schritt für uns. Der Erweiterungsbau war das beherrschende Thema in den vergangenen drei Jahren und wird uns auch im kommenden Jahr beschäftigen. Neben den eigentlichen Baumaßnahmen, die von uns gesteuert und begleitet werden müssen, kommen erhebliche interne Arbeiten auf die Verwaltung zu, besonders im Hinblick auf die Digitalisierung der Verwaltung und die Einführung der elektronischen Akte. Die gesamte Belegschaft ist hier gefordert.

Und was haben Sie sich persönlich vorgenommen?
Persönlich habe ich mir vorgenommen, gesund zu bleiben.

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