Ein Naturpark für alle im Kreis

14. März 2019
Im Naturpark sollen Naturschutz und Freizeitnutzung harmonieren Foto: PR

Gut besucht war die erste Regionalkonferenz im Rahmen der Fortschreibung des  Naturparkplans im Landratsamt, zu der Landrat Stefan Bär als Vorsitzender des Vereins Naturpark Obere Donau eingeladen hatte.

Tuttlingen  – Nachdem über ein Jahr hinweg in Workshops mit Experten und Vertretern von Verbänden Ziele und daraus abgeleitete Projektvorschläge für die Naturparkarbeit in den nächsten zehn Jahren erarbeitet worden waren, sollten diese nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden. „Wir wollen damit sicherstellen, dass unser erarbeiteter Plan auf breiter gesellschaftlicher Basis steht“, so Stefan Bär.

Die insgesamt 30 Teilnehmer vom Bürgermeister, Gemeinderat, Naturschutz und Vereinsvertreter bis hin zum Touristiker wurden von den Mitarbeitern des mit der Erstellung des Naturparkplans beauftragten Büros Neulandplus über die bisher in Workshops und Klausurtagungen erarbeiteten Planinhalte informiert. Spannend wurde es immer dann, wenn jeweils im Anschluss zu den insgesamt sechs Handlungsfeldern um Ergänzungen und kritische Anregungen gebeten wurde. Intensiv diskutiert wurden beispielsweise die Ziele und Projektvorschläge des Naturparks zu einem sanften, nachhaltigen Tourismus im Naturparkgebiet oder auch die Themenbereiche Naturschutz, nachhaltige Landnutzung sowie Kultur und Tradition. Es herrschte Einigkeit darüber, dass der Naturpark in seiner fast vierzigjährigen Geschichte schon manches erfolgreiche Projekt gestemmt hat, dass es aber auch noch viele Aufgaben gibt. 

100 Kilometer

So gilt es, neben der erfolgreichen Weiterführung der Arbeit des Hauses der Natur in Beuron oder dem Betrieb des Naturpark-Expresses, stärker noch als bisher, auf der ganzen Fläche des Naturparks ein Naturparkbewusstsein zu entwickeln und bestehende Initiativen und Projekte noch besser über Verwaltungsgrenzen hinweg miteinander zu vernetzen. „Eine große, aber auch eine sehr interessante Aufgabe in einem so weitläufigen und heterogenen Gebiet, das sich über zwei Regierungsbezirke, vier Landkreise und 56 Gemeinden erstreckt“, sagte Geschäftsführer Bernd Schneck. 

Auf einer Strecke von 100 Kilometer zieht sich der Naturpark Obere Donau entlang der Donau und schließt dabei auch den gesamten Großen Heuberg und Teile des Albvorlandes bis Schömberg ein. Im Süden greift der Naturpark weit über die Hegaualb aus, bis teilweise direkt an die Kreisgrenze zum Landkreis Konstanz.

Als Ergebnis dieser Regionalkonferenz konnte Landrat Bär feststellen, dass einzelne Ergänzungen und Klarstellungen in den Entwurf des Naturparkplans noch einzuarbeiten sind, die Gesamtausrichtung aber stimmt und die Ziele breite Akzeptanz finden. 

Als nächste Schritte stehen nun die Regionalkonferenzen in den Landkreisen Zollernalb und Sigmaringen an. Im Mai soll das fertige Planwerk bei der Mitgliederversammlung des Naturparkvereins abschließend diskutiert und verabschiedet werden. Zum Abschluss ist dann eine Übergabe an Minister Peter Hauk vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) geplant, aus dessen Haus auch die jährlichen Naturparkfördergelder stammen, die sich auf etwa 390 000 Euro belaufen.

pm

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