Drei Kandidaten für Geisingen

6. Juni 2019
v.l.n.r.: Amtsinhaber seit 2003: Walter Hengstler, Herausforderer: Thomas „Brauni“ Braun und neuer Herausforderer: Jurist Martin Numberger. Fotos: WDB/PR

Überraschung in Geisingen: Bürgermeister Walter Hengstler zieht seine Kandidatur zur Wiederwahl zurück.Gerade war er wieder in den Kreistag gewählt worden. Im Amt ist er seit 2003. Bei seiner ersten Wiederwahl vor acht Jahren erhielt er eine satte Mehrheitvon deutlich über 80 Prozent, bei allerdings nicht gerade hoher Wahlbeteiligung. Diesmal wollten gleich zwei Männer seinen Job. Als erster hat sich ein Überraschungskandidat beworben: Thomas „Brauni“ Braun, in Geisingen und darüber hinaus bekannt, allerdings nicht als Verwaltungsmensch, sondern (mit seiner Band) als Gewinner des Närrischen Ohrwurms 2016 beim SWR mit seinem selbst geschriebenen Lied „Fasnet wie es jeder mag“ (wir berichteten). Bundesweit Aufsehen erregt hatte er mit seiner Benefiz-Fahrt auf einem zum Tret-Auto umgebauten Trabi von Geisingen nach Berlin. Der 50-Jährige wohnt in Kirchen-Hausen.

Politisch aus der gleichen Ecke wie der Amtsinhaber kommt der dritte im Bunde, der seine Kandidatur am Dienstag der vorigen Woche abgegeben hat. Der 36-jährige Jurist Martin Numberger ist im Kreis kein Unbekannter, er ist in Tuttlingen geboren, in Denkingen aufgewachsen und derzeit im Sozialamt des Landratsamts tätig. Er ist Mitglied der CDU – zu deren Kreistagsfraktion Hengstler gehört. Am 30. Juni ist die Wahl, und wenn dann keiner die absolute Mehrheit bekommt, ist am 21. Juli der zweite Wahlgang. Allerdings ist bei zwei Bewerbern die Chance groß, dass einer der beiden mindestens eine mehr als die Hälfte der Stimmen bekommt. Aber nicht zwingend – es ist möglich, auch Menschen zu wählen, die nicht auf dem Stimmzettel stehen.

wdb

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