Bedarf ist noch größer
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13. April 2018
Die Integrations-Manager wurden der Öffentlichkeit vorgestellt: Felix Haller, Lisa Heni, Carmen Neff, Dagmar Wolf und Claudia Kreller (von links) umrahmen Abteilungsleiter Ralf Scharbach undOB Michael Beck. Foto: wdb

Fünf Integrationsmanager betreuen jetzt die in Tuttlingen untergebrachten Flüchtlinge. Finanziert werden sie für zunächst zwei Jahre aus dem Landesprogramm „Pakt für Integration“.

Tuttlingen – OB Michael Beck begrüßte dieser Tage die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und betonte dabei auch, dass der Bedarf noch deutlich größer sei.

Direkt bei der Stadt

„Es ist mir wichtig, dass wir als Stadt dieses wichtige Thema selbst bespielen“, so OB Michael Beck. Aus diesem Grund war es ihm auch wichtig, dass die für Tuttlingen zuständigen Integrationsmanager direkt bei der Stadt angestellt werden und nicht aus einem kreisweit tätigen Pool stammen. „Um die Menschen, die bei uns wohnen, wollen wir uns selber kümmern“, sagte der OB. Auch sei so eine enge Zusammenarbeit mit den städtischen Abteilungen Integration und Jugend sowie den Ehrenamtlichen vor Ort möglich.

Drei Vollzeitstellen bekommt die Stadt vom Land finanziert – errechnet wurde diese Zahl aus einem Schlüssel, der sich nach der Zahl der zum Erhebungszeitpunkt in Tuttlingen in Anschlussunterbringung lebenden Flüchtlinge berechnet.

Die Zahl der Tuttlingen lebenden Flüchtlinge ist mit rund 700 aber deutlich höher als die 248 der nach diesem Schlüssel errechneten: „Viele Flüchtlinge ziehen aus kleineren Kreisgemeinden nach Tuttlingen“, so OB Beck, „wir haben überdurchschnittlich viele aufgenommen und könnten deutlich mehr Leute brauchen“. Dabei betont Beck auch, dass sich die Integrationsmanager um alle kümmern werden, die Bedarf haben – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Für die Arbeit der Integrationsmanager wurde die Stadt in Bezirke eingeteilt, in denen die Sozialarbeiter tätig sein werden. Zunächst werden sie den Kontakt zu den dort lebenden Flüchtlingen suchen – teils durch mehrsprachige Anschreiben, teils durch direkte Ansprache. Gemeinsam mit den Geflohenen wird man analysieren, wo Hilfsbedarf besteht. Das kann bei Sprachkursen ebenso sein wie bei der Arbeitssuche oder der Teilhabe an der Gesellschaft. „Erste Gespräche haben schon stattgefunden“, sagt Claudia Kreller von der Abteilung Integration, „da gehört dann auch akute Sozialberatung dazu – zum Beispiel bei Briefen von Behörden.“

Aufgeteilt wurden die drei Vollzeitstellen auf fünf Personen, die diese mit verschiedenen Anteilen erledigen werden: Neben Claudia Kreller, die bereits jetzt in der Abteilung Integration arbeitet, sind dies Lisa Heni, Felix Haller, Dagmar Wolf und Carmen Neff. Erfahrung in der Integrationsarbeit haben sie alle – Dagmar Wolf zum Beispiel war zuvor für einen Wohngruppe für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei Rottweil verantwortlich, Barbara Heni wiederum arbeitete in der Sigmaringer Landes-Erstaufnahme. Vor allem sind alle motiviert: „Ich war schon ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig“, sagt Felix Haller, „hier weiß ich, dass meine Arbeit Sinn macht.“

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