Auf dem Weg nach Berlin
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19. Februar 2019
Engagierte Lehrer wie Alexander Brunner (l.), Martin Vogel (2.v.r.) und Horst Hölle (l.) aus dem Projektteam der „Lemfabrik 4.0“ sind das Pfund, mit dem Schulleiterin Susanne Galla wuchern kann Foto: Sven Krause/Archiv

Großes Kino in Tuttlingen: Eine sechsköpfige Jury, bestehend aus Praktikern, Bildungswissenschaftlern und Vertretern der Robert-Bosch-Stiftung, ließ es sich nicht nehmen, einen ganzen Tag an der Ferdinand-von-Steinbeiß-Schule zu verbringen um im intensiven Gespräch mit Schülern, Lehrern, Eltern und Vertretern der Wirtschaft dem Erfolgsrezept der berufsbildenden Schule auf die Spur zu kommen.

Tuttlingen – Und warum diese Versammlung der pädagogischen Koryphäen? Ganz einfach: Das Team der Steinbeiß-Schule um Schulleiterin Susanne Galle hat es in die Finalrunde des Deutschen Schulpreises geschafft. Damit hat sich die berufsbildende Schule unter den 20 besten Schulen des Landes etabliert und alle Chancen, am 5. Juni in Berlin aus den Händen von Kanzlerin Angela Merkel den Siegercheck in Höhe von 100 000 Euro entgegen zu nehmen. Schulleiterin Susanne Galla: „Alleine die Nominierung unter die Top 20 in der nationalen Schullandschaft ist für uns eine Ehre und Zeichen dafür, dass wir keinen ganz so schlechten Job machen.“

Die Rundreise durch die verschiedensten Aspekte des Schullebens an der Ferdinand-von-Steinbeiß-Schule begann nachmittags mit einem Treffen mit Elternvertretern und Vertretern der Firmen, deren Lehrlinge an der Steinbeiß-Schule den akademischen Teil ihrer dualen Ausbildung absolvieren. Weiter ging es dann vormittags mit Unterrichtsbesuchen und dem direkten Austausch mit Schülern und Lehrern.

Silvia-Iris Beutel ist Professorin für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik, Schwerpunkt Lehr-/Lernprozesse und empirische Unterrichtsforschung, an der Technischen Universität Dortmund. fasste die Eindrücke der Vorjury nach ihrem Besuch in Tuttlingen zusammen. „Die Eindrücke, die wir gesammelt haben, waren exzellent. Der Umgang zwischen den Schülern ist respektvoll und produktiv. Gleiches gilt auch für den Umgang zwischen dem Lehrkörper und den Schülern. Zudem werden die technischen Einrichtungen, die den Schülern zur Verfügung stehen, regelmäßig im Unterricht verwendet und die Schüler haben keinerlei Hemmnisse bei der Bedienung. Diesen Eindruck haben uns Eltern und Firmenvertretern im direkten Gespräch bestätigt und unterstrichen.“

Dem „Lernen Flügel verleihen!“ Unter diesem Motto steht der Deutsche Schulpreis, den die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung im Jahr 2006 ins Leben gerufen haben. Kooperationspartner sind die ARD und Die Zeit Verlagsgruppe. Vielen Schulen in Deutschland gelingt es, für Lernen zu begeistern und Schule als Ort des Staunens zu gestalten. Sie setzen Kreativität frei, lassen Lust an Leistungen entstehen, stärken Lebensfreude und Lebensmut und erziehen zu Fairness und Verantwortung. Damit ihre Konzepte auch für andere Schulen wirksam werden können, brauchen sie Aufmerksamkeit und Anerkennung. Deshalb haben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung im Jahr 2006 den Wettbewerb des Deutschen Schulpreises ins Leben gerufen. Grundlage des Wettbewerbs ist ein umfassendes Bildungsverständnis, das in den sechs Qualitätsbereichen zum Ausdruck kommt: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.  Jedes Jahr gelangen 20 Schulen deutschlandweit in die Endrunde. Diese Schulen werden von einer Jury einen Tag lang besucht. 15 werden zum Finale, dieses Jahr am 5. Juni in Berlin, eingeladen. Der Sieger erhält seinen Preis von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Sven Krause

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