Zeitreise durch Riedlingen
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29. März 2018
Die im 14. Jahrhundert erbaute Zehntscheuer. Fotos: Museum Riedlingen

Mit einer spannenden Wechselausstellung „Riedlingen – eine Stadt verändert ihr Gesicht“, geht der Altertumsverein am 1. April in die neue Saison. Bis zum 2. Dezember können die Besucher im Museum eindrucksvoll nacherleben, wie die Stadt im Laufe der Zeit ihr Gesicht veränderte.

Riedlingen – „Auslöser für diese Ausstellung war das Spektakel um den Abbruch der Kanalbrücke über die Donau im vergangenen Jahr“, erläutert der Vorsitzende des Altertumsvereins Riedlingen, Winfried Assfalg. „Dabei wurde die um 1900 erbaute, eiserne Brücke gegen eine moderne ‚Designerbrücke‘ ausgetauscht.“

Um diese Veränderungen für die Besucher noch erlebbarer zu gestalten, wird ihnen ein interssanter Film mit Eindrücken und Szenen aus den 30er bis 50er Jahre geboten. Dazu hat Theo Kraljic alte Super 8-Filme von Willi und Ekkehard auf eine CD überspielt. Zu sehen sind Ansichten der Stadt, wie sie noch vor wenigen Jahrzehnten aussah. Auch damals bekannte Gesichter und Personen der Stadt können die Besucher entdecken. Ebenfalls festgehalten wurde unter anderem die Weihe der Burkhart-Glocke 1958 und die letzte Fahrt des Buchauer Zügles.

Riedlinger Stadtansichten, die von den Künstlern Lenetraud Spähle, Gerda Sorger, Karin Gerster und Eckhard Huhn gefertigt wurden, sind das farbenprächtige Entrée zur Ausstellung. Großformatige Fotografien fördern, mit einer Gegenüberstellung von alten zu heutigen Ansichten, die Veränderungen zutage. „Seit ich 1970 nach Riedlingen kam, habe ich in der Stadt viel fotografiert. So kann der Besucher bildhaft nacherleben, wie es einmal war und wie schön es heute geworden ist“ weiß Assfalg zu berichten.

Er schränkt aber auch ein: „Wir haben nur die Außensicht. Was sich hinter den Mauern befindet, wissen wir oftmals nicht.“ Mit Luftaufnahmen, die Assfalg in den 80er Jahren machte, sind abgebrochene Gebäude wie die alte Brauerei und die Bäckerei Müller markiert und vermitteln ein Bild der Veränderungen in der Stadt. Zu sehen sind auch originale Riedlinger Stadtansichten aus dem 18. und 19. Jahrhundert und die drei im 19. Jahrhundert abgerissenen Stadttore. Hochinteressant ist auch die durch die Luftaufnahmen geschulte Sicht Assfalgs auf die Veränderungen in der städtischen Dachlandschaft: „Die historisch gedeckten Dächer trugen damals noch in Riedlingen hergestellte Ziegel. Das wäre heute nicht mehr mach- und finanzierbar.“Mehr Infos und Ansichten zu diesem Aspekt der Ausstellung gibt es unter www.wue.museum-digital.de.

Ausgestellte Ansichtskarten, alte Dokumente aus dem 17. Jahrhundert und beurkundete Hauskäufe runden die Ausstellung ab. Die Ausstellung ist freitags und samstags von 15 bis 17 Uhr und am Sonntag von14 bis 17 Uhr geöffnet. Mehr Infos unter www.museum-riedlingen.de.

Maximilian Kohler

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