Von Total VerRockt bis Open Air - Patrick Sautter zieht Bilanz zum diesjährigen Altheim Open Air

Von Total VerRockt bis Open Air - Patrick Sautter zieht Bilanz zum diesjährigen Altheim Open Air
Die fleißigen Helfer der KLJB ermöglichen Jahr für Jahr das Altheim Open Air. Foto: PR
13. August 2019

Die Erinnerungen an das 25. Altheim Open Air sind noch frisch. Weit mehr als tausend Jugendliche konnten die Veranstalter der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Altheim auch 2019 wieder vor ihre Festivalbühnen locken. Bereits in den Jahren zuvor hatten sich die ehrenamtlichen Organisatoren stets bemüht und auch schon bekannte Namen wie Raemonn und Revolverheld in das 1600-Seelen-Dorf geholt.

Altheim –  Allen voran heizten die altbekannten Jungs von ITCHY den Festivalbesuchern ein. Auch der Schwaben-Rapper „MC Bruddaal“ machte Stimmung mit seinen Texten über beispielsweise Maultascha oder Spätzle mit Soß. Darüber hinaus konnten auch viele lokale Bands das Publikum in ihren Bann ziehen. Erstmals gab es in diesem Jahr auch einen Campingplatz. Das WOCHENBLATT erfuhr von Patrick Sautter (KLJB Altheim) Hintergründe und das Fazit zum Festival.

Herr Sautter, wie blicken Sie auf die diesjährige Jubiläumsausgabe zurück?

Wir waren trotz etwas geringerer Besucheranzahl zufrieden. Die Stimmung vor der Bühne war fantastisch, die Bands boten tolle und energiegeladene Bühnenshows, und für unseren Campingplatz bekamen wir durchweg positive Resonanz.

Wird es in Zukunft wieder eintägige Open Airs geben?

Das können wir aktuell noch nicht sagen. Wir holen uns erst die Meinungen von Besuchern und den Helfern ein und entscheiden dann.

Welche Band heizte Altheim am besten ein?

Viele fanden den Auftritt von Schwabenrapper MC Bruddaal sehr unterhaltsam. Stimmungsmäßig waren die Auftritte von Blackout Problems und ITCHY wohl der Höhepunkt.

Gab es Zwischenfälle?

Aus Sicht der Organisatoren lief alles reibungslos ab. Die Zuschauer waren sehr friedlich.

Wie ist das Open-Air entstanden?

Eine Band aus der Umgebung bat damals die KLJB Altheim, ein Open-Air zu organisieren, bei dem junge Bands aus dem Raum Riedlingen vor größerem Publikum auftreten können. Mit einfachsten Mitteln wurde dann das 1. Altheimer Open-Air organisiert, damals noch unter dem Namen „total verRockt“.

Welche Veränderungen gab es?

Das Open-Air wächst jedes Jahr, mittlerweile kommen Gäste aus ganz Süddeutschland, sogar aus dem Ausland. Als Bühne diente uns anfangs ein kleiner Traktor-Anhänger, inzwischen hat sie gewaltige Dimensionen angenommen und braucht viel Zeit zum Aufbau. Ein Problem stellen allerdings die ständig steigenden Auflagen und Regeln dar. Sie einzuhalten erfordert viel Zeit und Kraft.

Wie viele Aktive sind jetzt wie viele Stunden im Einsatz?

Unser Open-Air-Ausschuss, aktuell elf Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren, ist mit der Organisation und Planung des Opens-Airs das ganze Jahr lang beschäftigt. Wir starten mit einer Klausur, anschließend finden über das ganze Jahr verteilt alle drei Wochen mehrstündige Sitzungen statt. Dort werden Aufgaben verteilt, Planungspunkte diskutiert und Ergebnisse präsentiert. Das Organisationsteam wird von 90 KLJB Mitgliedern und rund 20 ehemaligen Mitgliedern unterstützt, die jedes Jahr dabei sind.

Für welche Bands war das Open-Air Sprungbrett?Bei uns spielten schon viele Bands, die nach ihrem Auftritt bei uns bekannter wurden und die Charts stürmten. Beispiele sind Reamonn, Revolverheld, Bosse und Jennifer Rostock, oder unser diesjähriger Headliner ITCHY. Diese standen 2002, noch unter dem Namen Itchy Poopzkid, als Opener bei uns auf der Bühne. Inzwischen kommen tausende Fans zu ihren Shows und sie sind eine der besten deutschen Live-Bands. Es freut uns, wenn Nachwuchsbands, wie zum Beispiel MISCHA aus Biberach, die 2017 bei uns spielten, plötzlich auf Bühnen wie dem Southside Festival stehen.

Gibt es Aktive, die vom ersten Tag bis heute mit an Bord sind?

Der Rekordhalter unter den noch Aktiven war schon beim 5. Altheim Open-Air als Helfer dabei. Es gibt aber auch weitere freiwillige Helfer, die schon seit 1997 mit an Bord sind.

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