30 Jahre Gai-hexen in Binzwangen

18. Februar 2019
Foto: Florian Selg

Am 22./23. Februar lassen es die Binzwanger Gai-Hexen so richtig krachen. Zum 30-jährigen Bestehen ihrer Zunft, richten sie ein zweitägiges Treffen aus. Auf dem Programm stehen Partys und ein großer Narrensprung.

Binzwangen – Am Freitag, 22. Februar, startet die Sause mit einer grandiosen Party-Nacht im Festzelt. Ab 20 Uhr gibt’s dort von DJ Beats voll was auf die Ohren. Mit heißen Rhythmen wird die Stimmung für eine lange Nacht angeheizt.

Am Samstag, 23. Februar, startet ab 16 Uhr der Dämmerumzug. Knapp 30 Zünfte, Musikkapellen, Fanfarenzüge und einige Gruppen, sorgen für ein abwechslungsreiches Spektakel. Einige der teilnehmenden Zünfte warten mit sehr originellen Narrenrufen auf. „Älles goht dr Bach na“ (Narrenverein Blochingen), „Wirfs Hai rah“ (Narrenverein Friedberg), oder „Jo mei dr Nebel druckt nei“ (Narrenverein Reichenbach), sind Beispiele dafür. Wenn sich der närrische Lindwurm aufgelöst hat, ist wieder Party angesagt. Erneut legt DJ Beats auf und die Narren stürzen sich kopfüber in die nächste Party-Nacht.

Die Ursprungsidee der Gai-Hexen entstand aus einem Freundeskreis, der großen Gefallen an dem Brauchtum der Narrenzünfte und der Fasnacht fand. Eingetragen ist der Verein seit 1989. Die Mitgliederzahl ist seitdem auf 65 aktive Erwachsene und Kinder angewachsen. Beim Herbstkonvent 1990 wurde die Narrenzunft Binzwangen als Gründungsmitglied in den VAN (Verband Alb-Bodensee-Oberschwäbischer Narrenvereine e.V.) aufgenommen.

Bei der Entwicklung des Narrenhäses war die Idee, dass die Kostümfarben mit den landschaftlichen Farbtönen der Gegend um Binzwangen harmonieren sollten. Aus diesen Überlegungen heraus entstanden das grüne Oberteil und der schwarze Rock, die sinnbildlich für die vielen Wiesen und Wälder in der Raumschaft stehen. Die Schürze hingegen sollte sich allerdings deutlich vom eher dunkel gehaltenen Kostüm abheben.

Verschiedene Farbmuster wurden ausprobiert, die Entscheidung fiel zugunsten der Farbe Gelb. Klar, dass damit die Vereinsfarben Grün-Schwarz-Gelb festgelegt waren. Der Auftrag an den Maskenschnitzer bestand darin, dass sich im Gesichtsausdruck der Maske das Geschehen einer Walpurgisnacht widerspiegeln sollte. Es sollte eine fröhliche Hexenmaske und keine bedrohliche Maske entstehen. Der Maskenschnitzer löste diese Aufgabe mit Bravour. Er gestaltete die Maske dunkel, arbeitete aber die Vereinsfarben Schwarz, Grün und Gelb mit ein. Abgerundet wird das Erscheinungsbild durch ein Haarteil.

Die Namensfindung der Figur war einfach: Das Gebiet Sigmaringen – Mengen – Scheer – Binz­wangen – Inneringen etc. wird als „Gai“ bezeichnet. Die „Gai-Hexen“ waren geboren. Nomen est Omen – der Name ist auch zugleich der Narrenruf.

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