Zwei Stimmen – aber wofür? - Wochenblatt

Zwei Stimmen – aber wofür?
Empfehlung

14. September 2017
Bei der Bundestagswahl am 24. September hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen: Die Erststimme für den Wahlkreisabgeordneten, die Zweitstimme für die Wahl einer Landesliste einer Partei Foto: vege/fotolia

Am 24. September ist Bundestagswahl. Jeder der deutschlandweit rund 61,5 Millionen Wahlberechtigten hat zwei Stimmen. Doch was bewirke ich eigentlich mit meiner Erst- und mit meiner Zweitstimme? Wo liegt der Unterschied? Und macht es Sinn, zwei verschiedene Parteien bzw. deren Vertreter zu unterstützen?

region – Nächste Woche Sonntag entscheiden die Wähler, wie sich für die kommenden vier Jahre der 19. Deutsche Bundestag zusammensetzt. Die Wahlbenachrichtigung haben mittlerweile alle deutschen Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, erhalten. Darin steht auch, wo Sie das nächste Wahllokal finden. Wer noch per Briefwahl abstimmen möchte, muss sich beeilen: Bei der Gemeinde des Hauptwohnortes ist ein sogenannten Wahlschein zu beantragen, was noch bis spätestens Freitag, 22. September, 18 Uhr möglich ist. Anschließend Kreuzchen machen, innerhalb Deutschlands unfrankiert in die Post geben oder bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle direkt abgeben.

Aber warum habe ich eigentlich zwei Stimmen? Mit der Erststimme wähle ich den Wahlkreisabgeordneten, mit der Zweitstimme die Landesliste einer Partei. Mit der Erststimme beeinflusst der Wähler damit die personelle Zusammensetzung des Bundestages unmittelbar: Mit ihr werden die 299 Abgeordneten bestimmt. Die Zweitstimme ist entscheidend für die parteipolitische Zusammensetzung des Bundestages, da die Sitze auf die einzelnen Parteien entsprechend ihrem bundesweiten Zweitstimmenergebnis verteilt werden. Die Zweitstimme ist somit die maßgebende Stimme.

Wenn man möchte, reicht es auch, ein Kreuzchen zu machen. Die andere Stimme verfällt dann. Sogenanntes Stimmensplitting ist auch möglich: Viele Wähler entschließen sich bei Wahlen regelmäßig dazu, ihre beiden Stimmen unterschiedlichen Parteien bzw. deren Vertretern zu geben. Beispielsweise, wenn man aus Sympathiegründen den Vertreter von Partei A in seinem Wahlkreis unterstützen möchte, andererseits aber fest vom Programm von Partei B überzeugt ist.

Nicht nur die rund drei Millionen Erstwähler nutzen gerne Online-Angebote, um sich zu informieren. Umfragen, Programminfos, Erklärvideos und Orientierungshilfen zur Bundestagswahl sind unter www.lpb-bw.de abrufbar.

Kommentar auf Seite 2

Zurück

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzbestimmungen. Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite. Cockies akzeptieren