„Ziel sind ganz klar die Top Ten“

4. Juli 2019
Der Ravensburger Radprofi Emanuel Buchmann ist momentan in bestechender Form. Bei der Tour de France 2019 vom 6. bis 28. Juli will er vorne mitmischen Photo: BORA-hansgrohe Bettiniphoto

Der Ravensburger Emanuel Buchmann zählt aktuell zu den besten deutschen Radprofi s. Bei der Tour de France 2019 will er groß auftrumpfen – ein Platz unter den ersten Zehn ist das klare Ziel.

Ravensburg – Bei der Tour-Generalprobe, dem Criterium du Dauphine, zeigte der 26-jährige Ravensburger schon eine beeindruckende Form: Am Schlusstag fuhr er noch auf den dritten Rang im Gesamtklassement. Buchmann ist damit überhaupt erst der vierte Deutsche, der bei der Dauphine aufs Podium gefahren ist.

„Der dritte Platz bei der Dauphine war natürlich der Hammer, besonders bei diesem Starterfeld“, sagt Emanuel Buchmann. „Also bis hierhin ist die Saison und Vorbereitung perfekt verlaufen. Der frühe Sieg auf Mallorca (bei der Mallorca-Challenge, Anmerkung der Redaktion) hat mir zusätzliche Motivation gegeben, von da ab lief alles perfekt.“

Drei Wochen Tortur

Am 6. Juli startet die Frankreich-Rundfahrt in Brüssel und endet am 28. Juli in Paris, wo der Tour-Sieger gekrönt wird. „Das Ziel sind ganz klar die Top Ten der Gesamtwertung“, sagt der Ravensburger selbstbewusst.

Buchmann ist zuversichtlich: „Ich denke, ich habe mich in allen Bereichen kontinuierlich verbessert.“ Bei dem Criterium du Dauphine hat er sich zum Beispiel von Jahr zu Jahr gesteigert: von Platz sieben vor zwei Jahren, zu Platz sechs im vergangenen Jahr und dem dritten Rang in diesem Jahr. „Meine Stärken am Berg konnte ich ausbauen, im Zeitfahren habe ich mich verbessert, nicht zuletzt, da wir auch einige Zeit in Materialtests im Windkanal investiert haben.“

Schwächen darf er sich nicht leisten

Aber neben einer guten Form und Können braucht es bei der Tour de France auch Glück. „Zuerst einmal braucht man das nötige Glück, ohne Sturz durch die erste Woche zu kommen. Da muss man extrem aufmerksam sein“, erklärt Emanuel Buchmann. „Dann wird es darauf ankommen, die Form über die gesamten drei Wochen zu halten. Denn die entscheidenden Etappen kommen erst am Ende in den Alpen. Dort darf man sich keine Schwäche leisten.“

S. Wölke

Zurück

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzbestimmungen. Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite. Cookies akzeptieren