Was soll der Müll?
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12. September 2018
Hier ist wenigstens die Absicht erkennbar, den Müll in den Eimer zu schmeißen. Oft genug wird er aber einfach in der Natur abgeladen FOTO: SWÖ

Abfälle haben in der Natur nichts zu suchen

Illegale Müllablagerungen sind zwar keine Seltenheit. Dennoch sind sie kein Kavaliersdelikt: Den Umweltsündern drohen saftige Strafen.

REGION – Irgendjemand hat‘s wieder getan: Fünf Einkaufstüten voller Hausmüll wurden an der Böschung des Urbachs zwischen Maxibad und Wurzacher Straße bei Bad Waldsee abgeladen. Müll, der dort mit Sicherheit nicht hingehört.

„Selbstverständlich gehört Hausmüll in die Restmülltonne oder muss bei einem Entsorgungszentrum abgegeben werden“, erklärt Franz Hirth, Pressesprecher des Landratsamtes Ravensburg. Dazu gehören genauso Grünschnitt und sonstige Gartenabfälle. „Ob Grünmüll oder Restmüll, wer diesen in der Natur ablädt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die von unserer Bußgeldstelle geahndet wird“, so Hirth weiter.

Was kann jemand tun, wenn er zum Beispiel beobachtet, wie jemand seinen Müll aus dem fahrenden Auto schmeißt? „Man sollte in solchen Fällen die Sache nicht selbst in die Hand nehmen“, erklärt Franz Hirth. „Besser ist es, sich Ort, Uhrzeit und vor allem das Kennzeichen des Umweltsünders zu notieren.“

Melden soll man den Vorfall dann an die Umweltstelle des baden-württembergischen Umweltministeriums. Sie verfolgt den Fall und leitet ihn an die zuständigen Stellen weiter.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Gemeinde, zu der das vermüllte Grundstück gehört, als sogenannte Ortspolizeibehörde dafür zuständig ist, erläutert Franz Hirth. Ein Bürger sollte deshalb immer am besten gleich auf dem jeweiligen Rathaus anrufen. „Das Landratsamt ist nur zuständig, wenn es darum geht, einen Bußgeldbescheid zu erlassen. Das war rund 35 Mal der Fall im vergangen Jahr.“

Sünder müssen zahlen

Die Bußgeldstelle des Landratsamtes legt dann auch die Höhe der Strafe fest, die sich an den Besonderheiten des Einzelfalls und natürlich auch an Art und Menge des Mülls orientiert. Das fängt bei einer weggeworfenen Zigarettenkippe an, die in der Regel 25 Euro kostet; bei einem Hausmüllsack werden rund 50 Euro fällig. „Bei einer vorsätzlichen Müllablagerung liegt der Höchstsatz bei 100 000 Euro“,so der Pressesprecher.

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