Sommer, Sonne und die erste große Hitzewelle des Jahres

Sommer, Sonne und die erste große Hitzewelle des Jahres
Einfach herrlich: die Blumenwiesen kamen im Juni in der ganzen Region prächtig zum Leuchten Foto: Pixabay
18. Juli 2019

Auch in diesem Jahr, wie stets seit 2002, fi el der Juni zu warm aus. Außerdem war er sonnenscheinreich wie selten zuvor und in den meisten Regionen viel zu trocken. Die erste große Hitzewelle des Jahres brachte verbreitet neue Rekordwerte.

Region – Nach dem kühlsten Mai seit 1991 ging es zum Monatsbeginn mit Hoch „Pia“ im Zeitraffer ab in den Sommer. Pünktlich zum meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni kletterten die Temperaturen erstmals in diesem Jahr über die 25-Grad-Sommermarke, tags darauf sogar bereits über die Hitzemarke von 30 Grad. Danach ging es mit den Temperaturen auf eine richtige Achterbahnfahrt. Auf schwülheiße Witterungsabschnitte folgten immer wieder mal kurze feucht-kühle Phasen, wobei die Luftmassenwechsel mancherorts von teils heftigen Platzregen und Gewittern begleitet wurden.

Außergewöhnliche Hitzewelle

In der letzten Woche stellte sich dann aber eine für einen Juni außergewöhnliche Hitzewelle ein. Am 26. (Mittwoch) verzeichneten zahlreiche Stationen der Wetterwarte Süd zwischen Bodensee und Alb, Schwarzwald und Iller mit 34 bis 38 Grad Spitzenwerte für den Juni. An der Zentrale in Bad Schussenried wurde mit 36,7°C der bis dahin höchste Wert von 35,2°C aus dem Jahre 2003 buchstäblich in den Schatten gestellt. Tagelang herrschte bestes Freibad-, Heu- und Urlaubswetter. Es gab allerdings auch die Kehrseite des heißen Strahlewetters, denn für Mensch und Tier, besonders jedoch für ältere oder kranke Menschen war die Hitze enorm belastend und zu viel des Guten.

Rekord-Wetter

Während in der Mitte und im Norden Deutschlands vielerorts der wärmste Juni seit Messbeginn vor etwa 150 Jahren registriert wurde, war er in unserer Region mit einer Durchschnittstemperatur von 20,1 Grad (Bad Schussenried) der zweitwärmste, deutlich vor 2017 (18,9°C), aber klar hinter dem Jahrhundert-Juni 2003 (21,5°C). Dabei wurden 18 Sommertage mit mindes- tens 25 Grad und 9 Hitzetage mit 30 Grad und mehr notiert. Absolut bemerkenswert, vor allem wenn man bedenkt, dass wir 2018, im längsten Sommerhalbjahr seit Menschengedenken, bis zum 20. Juli auf den ersten Hitzetag warten mussten.

Mit einer Sonnenscheindauer von 327,4 Stunden (30-jähriger Mittelwert: 211,0 Stunden) war es zudem der zweitsonnenscheinreichste Juni seit Beginn der Schussenrieder Wetterbeobachtungen vor mehr als 50 Jahren, ganz knapp hinter dem Juni 2003 mit 329,1 Stunden.

Nur bedingt Regen

Bedingt durch punktuelle Starkregenereignisse weisen zwar einige Messstationen erhöhte Regenmengen auf, so verzeichneten Martina Wolf und Walter Blum in Bad Buchau 119,5 Liter Regen/m² und Leo Hoffmann in Riedhausen 119,4 Liter/m², doch die allermeisten Stationsbetreiber meldeten unterdurchschnittliche Niederschlagswerte. Auffällig trocken war es im Allgäu. Hier fi el im Allgemeinen weniger als die Hälfte der sonst üblichen Junimenge. Timo Riedel verbuchte in Isny gerade mal sage und schreibe 29 Liter/m². 

Niederschlag und Temperaturen

Tiefste Temperatur am 6. April:- 0,8°C (- 1,8°C)
Höchste Temperatur am 23. April: + 24,0°C (+ 27,7°C)
Durchschnittliche Monatstemperatur: + 9,4°C (+ 13,2°C)
Monatssumme des Niederschlags: 60,5 mm (21,3 mm)
Gesamtsonnenscheindauer: 159,9 Stunden (242,3 Stunden)
Die Messwerte beziehen sich auf die Wetterzentrale in Bad Schussenried, die Zahlen in Klammern geben die Vorjahreswerte an.

Wetterstatistik der Wetterwarte Süd Zusätzliches Zahlenmaterial zur Monatsstatistik und jede Menge Informationen rund ums Wetter erhalten Sie außerdem unter www.wetterwartesued.com 

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