Rasthofbau: Gegner sammeln weiter Unterschriften

2. Mai 2019
Sie wollen den Bau den Rasthofes an der B 30 bei Bad Waldsee verhindern: Alexander Bösch, Nele Kirn, Roland Umbrecht, Horst Schmidt, Siegbert Kranz, Dominik Souard und Helmut Bröhm (von links) Foto: Oliver Hofmann

Nach langem Hin und Her wurde Ende Februar im Gemeinderat der Bau eines Rasthofs an der B 30 in Bad Waldsee gutgeheißen. Dort sollen eine Tankstelle, ein Fast-Food-Restaurant und ein Hotel entstehen. Die Gegner planen einen Bürger-entscheid zum Thema.

Bad Waldsee – Positiv wäre der Bau für die Stadtentwicklung, denn es entstehen neue Arbeitsplätze, es gibt mehr Steuereinnahmen und nicht zuletzt würde endlich ein Mc Donald‘s nach Bad Waldsee kommen, so die Argumente der Befürworter. Die Rasthofgegner, vertreten durch die Hoteliers Horst Schmidt und Alexander Bösch, dem Buchhändler Dominik Souard, der Schülerin Nele Kirn, Siegbert Kranz als Vertreter der Landwirtschaft, Roland Umbrecht für den BUND und Helmut Bröhm für die BAG als Tankstellenbetreiber stellten nun den Stand der Dinge für den geplanten Bürgerentscheid gegen den Rasthof vor. „Das bestehende Angebot an Tankstellen und Hotels ist ausreichend, es entsteht mit dem Rasthof ein Verdrängungswettbewerb“, so der Hotelier Bösch. Der Flächenverbrauch ist ein Gegenargument der Landwirtschaft und des BUNDs. Die Positionierung der Stadt Bad Waldsee als Gesundheitsstadt mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen im Bereich Müllvermeidung und Klimaschutz stehe im harten Widerspruch zu einem solchen Projekt mit einem Schnellrestaurant, wurde dazu angeführt. 

Das WOCHENBLATT startet Umfrage

Mittlerweile sind 1 800 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt und bereits bei der Stadt Bad Waldsee abgegeben worden. Nach deren Prüfung könnte ein Bürgerentscheid folgen und den Beschluss des Gemeinderats wieder kippen. Dazu haben innerhalb eines Tages bei einer nicht repräsentativen Umfrage auf der Facebook-Seite vom WOCHENBLATT schon knapp 1 000 Bürger ihr Votum abgegeben. Der aktuelle Stand der Umfrage kann jederzeit auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/wochenblatt.online abgerufen werden.                   

Oliver Hofmann

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