Plastikfrei einkaufen

14. Dezember 2017
Alicia Dannecker eröffnet in der Untere Breite Straße in der Ravensburger Altstadt einen Unverpackt-Laden – einer von wenigen in Süddeutschland. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Bruder Marcel Foto: swö

Bald gibt es in der Altstadt den ersten Unverpackt-Laden: Das Ziel von Inhaberin Alicia Danneker ist es, so wenig Plastik und Müll wie möglich zu produzieren. Deshalb werden die meisten Produkte in Mehrwegbehältnissen angeboten.

ravensburg – „Es ist schon ein ungewisser Schritt von: ich find‘s klasse zu ja, ich mach‘s!“, erklärt Alicia Dannecker. Sie hat den Schritt gewagt: Am 16. Dezember wird sie ihren Laden „Wohlgefühl – plastikfrei und unverpackt“ in der Untere Breite Straße 23 eröffnen.

Die 31-jährige Ernährungswissenschaftlerin wird hier eine Vielzahl an Produkten anbieten – soweit es geht plastikfrei. „Ich versuche, Plastik aus meinem Leben zu verbannen“, erzählt sie.

Deshalb werden zum Beispiel Trockenprodukte wie Teigwaren, Getreide oder Reis lose angeboten und in Gläsern oder Tupperware ausgegeben. Die Gefäße kann der Kunde selber mitbringen oder auch im Laden ausleihen. Das Prinzip soll dem Mehrwegsystem folgen – und Müll sparen. Auch frische Produkte wie Tofu, Käse, Obst, Gemüse und Milch werden in Pfandbehältnissen ausgegeben.

Besonders wird‘s bei den Non-Food-Produkten: Da gibt es die Zahnbürste aus Bambus, ein festes Shampoo oder ein cremeartiges Deo, die der Kunde in Gläsern erhält.

Trend aus der Großstadt

So ein Unverpackt-Laden wie der von Alicia Dannecker ist ein Trend aus den Großstädten, der sich langsam ausweitet. Begonnen hat er in Kiel und Berlin. Den nächsten Laden der gleichen Art gibt‘s in Stuttgart und, ja, in Markdorf.

Der Großteil der angebotenen Ware soll aus biologischer Produktion oder aus der Region stammen. „Ich gehe über den Markt und schaue, mit welchem Direkterzeuger ich Kontakt aufnehmen könnte“, erzählt sie. „Ich schaue mir die Betriebe dann an und sehe, woher die Sachen kommen.“

Ort der Entschleunigung – ein Wohlfühlort

„Im Laden sollen die Leute dann entschleunigt einkaufen können und entspannen“, meint die 31-Jährige. Gelegenheit dazu wird‘s in einem kleinen Bistro geben, wo Kaffee, Tee und Schokolade angeboten wird – längerfristig auch einen Mittagstisch. Und dann soll er fertig sein: „der Wohlfühlort“, wie Alicia Dannecker meint. S Wölke

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