Papierfabrik ist verkauft

19. Juni 2019
Ein 20 Hektar großes Areal mit viel Potenzial, aber auch großen Herausforderungen ist das Gelände der ehemaligen Papierfabrik Mochenwangen FOTO: DRESCHER PHOTOGRAPHY

Die ehemalige Papierfabrik Mochenwangen ist verkauft. Im Dezember 2015 wurde die Produktion eingestellt, seither suchte der Eigentümer Arctic Paper nach einem Käufer. Den hat er mit der Betz BauPartnerGruppe mit Sitz in Ludwigsburg und Ravensburg nun gefunden: Auf dem rund 20 Hektar großen Gelände in Mochenwangen sollen bis zu 500 Wohneinheiten entstehen, auch für Gewerbebetriebe wird es genügend Platz geben.

Mochenwangen – „Wir freuen uns über diese Möglichkeit der Entwicklung“, so Mochenwangens Bürgermeister Daniel Steiner gegenüber dem WOCHENBLATT. Denn seit der Schließung der Papierfabrik 2015 und dem Verlust von zuletzt 200 Arbeitsplätzen trieb ihn die Sorge um, was aus diesem Areal, das jahrhundertelang für Mochenwangen so prägend war, werden wird. „Diese Lösung sehen wir als ein Stück Kompensation für diesen Verlust“, so Steiner. Am vergangenen Wochenende ist er mit seinem Gemeinderat nach Ludwigsburg gefahren, wo der Bauträger Betz und Weber bereits ein großes Konversionsprojekt erfolgreich gemanagt hat. Denn aus einer ehemaligen Papierfabrik ein Grundstück zu entwickeln, auf dem sowohl Wohnraum wie auch Gewerbe verwirklicht werden können, ist keine einfache Sache.

„Wir sind erst am Beginn eines sehr offenen Verfahrens. Die Themen Denkmal- und Artenschutz, Wald- und Forstabstände sowie Altlasten werden uns noch beschäftigen“, so der Bürgermeister. Das Gelände wird eingegrenzt von der Schussen, der Bahnlinie und dem Altdorfer Wald und ist nicht leicht ans Verkehrsnetz anschließbar. All diese Faktoren machen eine behutsame Entwicklung nötig.

Bis zum Jahresende sollen laut Gemeinde, dem Verkäufer Arctic Paper und der Betz BauPartner-Gruppe alle Maschinen abgebaut und die Gebäude geräumt sein. Spätestens Anfang 2020 wird die Übergabe an den neuen Eigentümer erfolgen. Bis dann aber die Bagger rollen und tatsächlich gebaut werden kann, werden wohl noch drei bis fünf Jahre ins Land gehen.

Karin Boukaboub

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