Minister Lucha lobt Engagement des „Wohlfühltreffs“

Minister Lucha lobt Engagement des „Wohlfühltreffs“
Martin Schöberl, evangelischer Pfarrer in Baienfurt; die Baindter Bürgermeisterin Simone Rürup, ihr Baienfurter Kollege Günter A. Binder; Klaus Stuhlmüller, Geschäftsführer der Kirchlichen Sozialstation Ravensburg und Minister Lucha diskutierten beim 15. Geburtstag des „Wohlfühltreffs“ über ehrenamtliches Engagement in der Pflege. Bild: Christof Schrade
19. November 2019

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Betreuungsgruppe Baindt-Baienfurt hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihr großes Engagement gedankt. Bei der Geburtstagsfeier in Baindt sagte Lucha in einem Grußwort: „15 Jahre Betreuungsgruppe „Wohlfühltreff“ in Baindt – das sind: 15 Jahre Hilfsbereitschaft und Solidarität, Wertschätzung und Achtung, Menschlichkeit und Nächstenliebe. Danke für Ihr Engagement und Glückwunsch zum Geburtstag“. Die Betreuungsgruppe, „Wohlfühltreff“ genannt, macht sowohl den zu Pflegenden als auch ihren Angehörigen ein Angebot: die Angehörigen haben Kontaktmöglichkeiten, die sie sonst wegen der Dauerbelastung der Pflege kaum noch haben. Und die Menschen mit Pflegebedarf, von denen einige auch mit einer Demenz leben, können im beschützten Rahmen Geselligkeit erfahren.


Wie Lucha in seinem Grußwort ausführte, seien etwa 400.000 Menschen in Baden-Württemberg auf Pflege angewiesen, rund 300.000 von ihnen würden zu Hause versorgt. Diese hohe Zahl zeige auch, dass die meisten so lange und so selbstbestimmt wie möglich in gewohnter Umgebung bleiben wollten. Das Ziel der Landespolitik sei deshalb, die „Versorgungslandschaft für Pflegebedarf so vielfältig zu gestalten, wie ihre Lebensstile und Bedürfnisse heute sind“. Deshalb müsse die ambulante Pflege gestärkt werden. Betreuungs- und Entlastungsangebote zur Unterstützung im Alltag, Nachbarschaftshilfen und ehrenamtliche Initiativen wie der „Wohlfühltreff“ seien dabei „wichtiger denn je“. Denn sie seien „nah an Pflegebedürftigen und Angehörigen“.


Im Land gebe es weit über tausend Angebote und Initiativen. Mehr als 900 davon bekämen finanzielle Förderung aus Landes-, Kommunal- und Pflegekassenmitteln. Den „Wohlfühltreff“ in Baindt fördert das Land jährlich mit 2.500 Euro. Auch künftig, so Lucha, werde das Land weiterhin den Ausbau ehrenamtlicher Angebote im Umfeld der Pflege fördern.

Christof Schrade

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