Menschen mit Seele
Empfehlung

12. Juli 2018
Große Ehre für die Kreativagentur d-werk mit seinem Team: Sie hat den Lea-Mittelstandspreis für soziale Verantwortung verliehen bekommen FOTO: PR

Ausgezeichnet: Preis für Integratives Kunstprojekt

Mit Herzblut hat die Kreativagentur d-werk mit seinem Team und Netzwerk das integrative Kunstprojekt „Seelenvogel“ vorangetrieben. Dafür wurden sie als eines von drei Unternehmen in Baden-Württemberg mit dem Lea-Mittelstandspreis für soziale Verantwortung ausgezeichnet.

RAVENSBURG – „Die Seelenräume sind dafür gedacht, Emotionen, Erlebnisse und Erinnerungen – schöne wie auch nicht so schöne – ohne Worte und mit viel Spaß zum Ausdruck zu bringen. Die Seele bekommt Raum, sich auszudrücken, sie kann heilen“, beschreibt die Kunsttherapeutin Petra Mang die Absicht des Integrativen Kunstprojekts „Seelenvogel“.

Seelenvogel ist eine Zusammenarbeit der Agentur d-werk, Kubus Medien sowie des Lions Club Ravensburg, gefördert vom Bundesprogramm „Demokratieleben!“, bei dem 50 „Seelenräume“ in Form kreativ gestalteter Kästchen von Eltern mit Kindern mit und ohne Fluchterfahrung entstanden sind.

Der Preis macht uns stolz“, erklärt d-werk-Geschäftsführer Stephan Kämmerle. „Er ist eine Anerkennung und Antrieb für uns.“

Rund 50 Personen arbeiteten im letzen Frühjahr und Sommer in zwei Gruppen über mehrere Nachmittage im Atelier der Kunsttherapeutinnen Marion und Petra Mang kreativ an ihren „Seelenräumen“ und verliehen ihren teils traumatischen Erfahrungen eine Form.

Ein Seelenvogel mit 3,5 Meter Höhe

Die 50 „Seelenräume“, die kreativ gestalteten Kästchen, wurden an den Flügeln eines 3,5 Meter hohen „Seelenvogels“ angebracht, der im Rahmen der Kunstnacht im vergangenen September in der Liebfrauenkirche ausgestellt wurde.

Die Idee des sozialen Engagements war, geflüchtete Menschen unkompliziert und ohne große Hürden, persönlich kennenzulernen und damit Integrationzu erleichtern – auf Augenhöhe und in kreativer Atmosphäre.

Schon im Jahr 2015 fragten sich die Mitarbeiter des d-werks: „Was können wir machen?“, erklärt Stephan Kämmerle, als im gegenüberliegenden Bauamt geflüchtete Personen aus Afghanistan und Syrien untergebracht waren. „Wie können wir unser Kapital einbringen“, beschreibt er die damalige Fragestellung.

Gestartet wurde schon im Jahr 2015 das Integrative Kochprojekt Ravensburg, bei dem an mehreren Kochabenden die Flüchtlinge zu Gastgebern wurden und ihr landestypisches Essen servierten. Entstanden ist daraus auch ein Kochbuch.

Es ging darum, voneinander zu lernen, erklärt Kämmerle. „Die Menschen mit Fluchterfahrung konnten so die ersten Schritte in unsere Gesellschaft machen.“

S. Wölke

 

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