Integrationspreis des Landes für Ravensburg

Integrationspreis des Landes für Ravensburg
Die Stadt Ravensburg erhielt den Preis in der Kategorie „Kommunen und Verwaltungen“. OB Daniel Rapp (re.) bekam den Preis von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (li.) überreicht Foto: Sozialministerium
29. Mai 2019

Die Landesregierung hat den ersten Integrationspreis des Landes vergeben. Vor rund 800 Gästen vergaben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha den Preis in vier verschiedenen Kategorien. OB Daniel Rapp nahm für die Stadt Ravensburg den ersten Preis in der Kategorie „Kommunen“ entgegen.

Stuttgart – „Wir wollen mit dem Preis das riesige Engagement der Zivilgesellschaft, der Kommunen, der Verwaltungen, der Verbände und auch der Unternehmen im Land würdigen. All diese Initiativen und Projekte tragen wesentlich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. 

Warum wurde die Stadt Ravensburg mit dem Integrationspreis ausgezeichnet? Bereits seit den 1970er-Jahren engagiert sich die Stadt in besonderem Maße für Menschen mit Migrationsgeschichte, anfangs mit dem Arbeitskreis für Gastarbeiterfragen, später mit dem Ausländerbeirat, der in den 1990er-Jahren in Beirat für Integrationsfragen umbenannt wurde. 

„Wir verstehen Integration seit Jahrzehnten als selbstverständlich. Aber sie ist eine dauernde Querschnittsaufgabe, bei der Stadtverwaltung, Kirchen, Verbände, Unternehmen und (Migranten-) vereine zusammengebracht werden und gemeinsam agieren. Das muss man wollen und leben. Und das tut Ravensburg. Es freut mich sehr, dass die Landesregierung dieses Engagement sieht und anerkennt“, sagte OB Daniel Rapp bei der Preisverleihung. 

Wer nach Ravensburg komme um hier zu leben, sei vom ersten Tag an Ravensburgerin oder Ravensburger – mit allen Rechten und natürlich auch mit allen Pflichten. Dazu gehöre beispielsweise auch, Kinder von Geflüchteten möglichst ab dem ersten Tag beschult werden und nicht erst nach einem halben Jahr, wie es das Gesetz vorgebe. „Dieser Preis geht nicht nur an die Stadtverwaltung und an den Gemeinderat, sondern an alle in der Ravensburger Stadtgesellschaft. die zum Gelingen der Integrationsarbeit beitragen – Vereine, ehrenamtliche Initiativen und Unternehmen, die Menschen unabhängig von ihrer Herkunft ausbilden und beschäftigen“, sagt OB Daniel Rapp.

Der Landespreis für Integration wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Bewerben konnten sich Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Initiativen, Kommunen, Schulen und Verbände, die sich in besonderer Weise für Integration und Zusammenhalt in Baden-Württemberg einsetzen. Es sind insgesamt 380 Bewerbungen eingegangen. In allen vier Kategorien wurden ein erster, zweiter und ein dritter Platz sowie Anerkennungspreise vergeben. Für den ersten Platz gab‘s ein Preisgeld von 4 000 Euro

pm/ Stefan Wölke

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